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iOS 17 könnte erstmals Sideloading erlauben

Das kommende iPhone-Betriebssystem iOS 17 soll Gerüchten zufolge Sideloading von Apps ermöglichen. Wir schauen uns an, welche Auswirkungen dies für alle Beteiligten hat. 

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AppTickerTeam
18.04.20232 Min. Lesezeit
iOS 17 könnte erstmals Sideloading erlauben
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Wenn Apple auf der diesjährigen Worldwide Developers Conference am 5. Juni iOS 17 präsentiert, könnte sich eine grundlegende Änderung im Gepäck befinden. Angeblich soll iOS 17 Sideloading für iPhones erlauben wie der stets gut informierte Mark Gurman von Bloomberg andeutet. Nutzer könnten dann erstmals offiziell Anwendungen aus alternativen App Stores und anderen Quellen installieren.

Dabei sind die Gerüchte nicht gänzlich neu: Bereits im vergangenen Jahr gab es Vermutungen, dass Apple sein Betriebssystem für Apps öffnen könnte, die nicht aus dem eigenen App Store geladen werden. Diese Entscheidung wurde jedoch nicht freiwillig getroffen, sondern beruht auf einer gesetzlichen Änderungen, die spätestens im Jahr 2024 auf dem Gebiet der Europäischen Union umgesetzt werden muss. 

Digital Market Act zwingt Apple zum Umdenken

Der Digital Market Act wurde im vergangenen Jahr durch das Europäische Parlament beschlossen und beinhaltet umfassende Regulierungen für Online-Dienste. Der Stichtag für die Umsetzung sämtlicher Vorgaben ist der 17. Februar 2024. Bis zu diesem Tag müssen Unternehmen, die in den Geltungsbereich des Gesetzes über digitale Dienste fallen, die neuen Anforderungen vollumfänglich erfüllen. 

Unter anderem werden Anbieter dazu gezwungen, alternative App-Stores auf Smartphones und Tablets zu ermöglichen. Bis zuletzt hatte sich Apple gegen eine Öffnung gewehrt. Apple-CEO Tim Cook argumentiert in dieser Angelegenheit mit der Sicherheit von Apple-Kunden. Demzufolge seien nur solche Anwendungen vertrauenswürdig, die den Review Prozess von Apple durchlaufen und im App Store des iPhone-Herstellers angeboten werden. 

Allerdings ist Apple in der Vergangenheit ebenfalls mehrfach in die Kritik geraten, weil betrügerische Software auf Smartphones gelangten und dort erheblichen Schaden anrichten konnten. 

Provisionen für Apple in Gefahr

Stattdessen muss sich Apple seit jeher den Vorwurf gefallen lassen, lediglich aus finanziellen Gründen am App-Store-Zwang festzuhalten. Schließlich wird das Unternehmen mit einer lukrativen Provision beteiligt, wenn Nutzer kostenpflichtige Anwendungen kaufen oder In-App-Käufe tätigen. Sollten die Apps stattdessen von anderen Marktplätzen bezogen werden, ginge Apple in diesem Moment leer aus. 

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