iPhone 14 Basismodell ist laut Apple schneller als das iPhone 13 Pro
Die Unterschiede zwischen dem iPhone 13 und dem iPhone 14 muss man schon mit der Lupe suchen. In einem Interview verriet Apples iPhone Design Director, warum das iPhone 14 schneller ist als das iPhone 13 Pro.

Hersteller von Smartphones bringen jedes Jahr neue Geräte auf den Markt. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man den Kunden nichts mehr grundlegend Neues präsentieren kann. Freilich verfügen aktuelle Flaggschiffe über bessere Kameratechnologie und vielleicht über den einen oder anderen zusätzlichen Sensor (Stichwort "Unfallerkennung"), richtig neue Features, die man so noch nicht gesehen hat und die einen Kunden zum Neukauf animieren, findet man allerdings nur noch selten.
So auch im Fall des iPhone 14. Auf den ersten Blick erhält man mit dem aktuellen Basismodell eigentlich ein iPhone 13. Es gibt einige kleine softwareseitige Neuerungen wie den Action Modus für Videoaufnahmen. Technisch umfassen die Änderungen die Unfallerkennung, Notruf SOS über Satellit, eine etwas bessere Blende der Front- und Hauptkamera, die Photonic Engine sowie eine etwas längere Akkulaufzeit.
Der Prozessor ist dagegen der gleiche: Sowohl im iPhone 13 (Pro) als auch im iPhone 14 kommt der A15 zum Einsatz, wobei das iPhone 14 einen Grafikkern mehr besitzt.
Neues Design des Aufbaus
Trotz des gleichen A-Chips ist das iPhone 14 schneller als alle seine Vorgänger, inklusive des iPhone 13 Pro. Obwohl die Chips identisch sind, da die beiden Pro-Modelle des iPhone 13 ebenfalls über einen zusätzlichen GPU-Kern verfügen, liefert das Basismodell des iPhone 14 mehr Leistung, so der iPhone Design Director bei Apple, Richard Dinh.
In einem Interview mit dem Sydney Morning Herald verriet Dinh auch, warum das so ist:
- „Die Standard-14-Modelle haben eine bessere anhaltende Leistung als die letztjährigen Pros. [...] Beim iPhone 14 änderte sich das Design drastisch und umfasste eine zentrale Aluminiumstruktur, die als Basis fungiert. [...] Diese zentrale Strukturebene trägt dazu bei, mehr Wärme gleichmäßiger über die gesamte Oberfläche abzuleiten.“
Der Unterschied liegt in der Kühlung
Damit beschreibt Dinh nichts anderes, als wir es zum Beispiel vom MacBook Air (2022) kennen. Der M2 des aktuellen Air wird komplett passiv gekühlt und die Wärme über das Aluminiumgehäuse abgeleitet. So funktioniert auch jede iPhone- oder iPad-Kühlung.
Das neue interne Design des iPhone 14 ist effizienter als das des iPhone 13 Pro, weshalb der A15 im aktuellen Basismodell erst viel später gedrosselt wird als in den Vorgängermodellen. Das Air drosselt auch schneller als das MacBook Pro mit aktiver Kühlung und kann so die volle Leistung des M2 nicht immer ausspielen.
Im Benchmark-Test gleichauf
Wirft man einen Blick auf die Benchmarks der Geräte, bestätigen diese teilweise die Erklärung des Chefdesigners. Im Single-Core-Test schlägt das iPhone 14 beide iPhone 13 Pro. Nur beim Test mit allen Kernen erreichen die 13er Pro-Modelle ein paar Punkte mehr.
Ob sich ein besseres Wärmemanagement in Zukunft jedoch als schlagkräftiges Verkaufsargument eignet, ist fraglich. Der Otto-Normalverbraucher merkt davon praktisch gar nichts. Lediglich die aus dem effizienteren Arbeiten resultierende längere Akkulaufzeit bringt im Fall des iPhone 14 einen echten Vorteil.
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