iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung

Apple-Chef Tim Cook hat die Kunden in den vergangenen Monaten nervös gestimmt. In einem Interview mit dem Wall Street Journal hatte er angekündigt, dass die Branche ihre Kostensteigerungen nicht länger allein schlucken könne. Viele Beobachter fürchteten daraufhin einen drastischen Preissprung für die nächste iPhone-Generation. Ein aktueller Bericht des Investmenthauses J.P. Morgan dämpft diese Ängste jedoch erheblich. Demnach kompensiert Apple die teureren Bauteile durch interne Strategien, sodass der Aufschlag deutlich geringer ausfällt als befürchtet.
J.P. Morgan prognostiziert moderaten Aufschlag
Max Weinbach von J.P. Morgan hat die Zahlen veröffentlicht. Statt eines massiven Sprungs rechnet das Institut nur mit 50 bis maximal 100 Dollar Mehraufwand für die iPhone 18 Pro-Reihe. Das aktuelle iPhone 17 Pro kostet in der Basisversion 1.099 Dollar, sodass das neue Modell voraussichtlich bei rund 1.150 bis 1.200 Dollar starten würde. Diese Prognose steht im krassen Gegensatz zu früheren Berechnungen der Wall Street Journal, die mit Startpreisen von bis zu 1.399 Dollar für das Basismodell rechneten. Weinbach betonte zudem, dass die Preispolitik für die kommenden Generationen 17, 18 und 19 insgesamt überschaubar bleiben wird.
Eigenes Modem gleicht Materialkosten aus
Der Schlüssel zur Preiskontrolle liegt in einer tiefgreifenden technischen Umstellung. Apple plant den vollständigen Wechsel vom bisherigen Chip von Qualcomm zu einem komplett eigenentwickelten Modem. Diese strategische Entscheidung generiert erhebliche Einsparungen bei den Fertigungskosten, die das Unternehmen gezielt gegenläufig einsetzt. Während die Preise für Arbeitsspeicher, Flash-Speicher und die neuen Kamera-Module steigen, gleichen die Modem-Einsparungen diese Mehrkosten nahezu vollständig aus. Durch diese interne Subventionierung bleibt der Endverbraucherpreis stabil, obwohl die Hardwarekomponenten teurer werden.
Cooks Warnung als strategische Kalkulation
Die Ankündigung von Tim Cook wirkt im Nachhinein wie eine gezielte Marktkalibrierung. Indem er die Öffentlichkeit frühzeitig auf steigende Kosten ansprach, mildert Apple die Überraschung für den kommenden Herbst. Analyst Ming-Chi Kuo bestätigte diese Einschätzung bereits zuvor und warnte, dass der Grundpreis des iPhone 18 Pro stabil bleiben könnte, sich die Kosten jedoch bei Modellen mit höherem Speicherplatz erhöhen würden. Durch die frühere Warnung der Führungsebene wirkt eine moderate Preisanpassung im Laden weniger drastisch als ein unverhoffter Preissprung. Kunden, die ohnehin zur Top-Ausstattung greifen, müssen dennoch mit leichten Anstiegen rechnen.
Zusammenfassung
J.P. Morgan rechnet für das iPhone 18 Pro nur mit einem moderaten Preisaufschlag von 50 bis 100 Dollar, statt der befürchteten 300 Dollar. Den Ausgleich für teurere Kamera- und Speicherkomponenten schafft Apple durch den Umstieg auf ein eigenes Modem. Tim Cooks frühere Warnung dient somit der gezielten Vorbereitung der Kunden auf eine kalkulierbare Entwicklung.
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