Japan Display steht zum Verkauf - Schlägt Apple zu?
Japan Display ist ein langjähriger Partner von Apple, geriet in der Vergangenheit jedoch öfter wegen Zahlungsschwierigkeiten in die Schlagzeilen. Das ursprüngliche Gemeinschaftsunternehmen von Sony, Toshiba und Hitachi geht jetzt einen drastischen Schritt und bietet seine größte Produktionsanlage zum Verkauf an.

Noch vor fünf Jahren gehörte Japan Display bei der Herstellung von LCDs mit einem Marktanteil von 20 Prozent zu den Marktführern. Mittlerweile hat sich das jedoch geändert. Seit 2015 vergeht kein Jahr, in welchem das japanische Unternehmen nicht rote Zahlen meldet. Nach einer Restrukturierung vor zwei Jahren hat die japanische Regierung stets versucht, Japan Display japanisch zu halten - ein Plan der nicht aufging.
Wie Reuters meldete, steht das größte Werk von Japan Display in Ishikawa (Westjapan) nun zum Verkauf. Die Produktionsstätte soll für umgerechnet 820 Millionen Dollar den Besitzer wechseln. Die Eigentümer von Japan Display machten Apple und Sharp konkrete Angebote. Während man bei Sharp die Offerte noch prüft, gab es von Apple bisher keinen Kommentar.
Apple gilt dabei als Spitzenreiter bei der Übernahme. Die ist u. a. dem Umstand geschuldet, dass Japan Display Apple noch einen immensen Geldbetrag schuldet. Der iPhone-Hersteller hatte Japan Display mit 1,5 Milliarden für die Umstellung der Produktion von LCD auf OLED unterstützt. Nach der Fertigstellung der Umrüstung konnten die Japaner allerdings nicht mit der Konkurrenz aus China mithalten, wo OLED-Displays um einiges günstiger produziert werden. Zuletzt liefen die Maschinen in Ishikawa lediglich mit einer Auslastung von maximal 50 Prozent.
Sollte Apple Japan Display übernehmen, könnten die Kalifornier in naher Zukunft eigene Bildschirme produzieren.
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