Kamera-AirPods kommen trotz Demo-Video erst 2027

Apples Pläne für In-Ear-Kopfhörer mit eingebauten Kameras sind zuletzt durch ein versehentlich geleaktes Video in eine neue Aufregung geraten. Doch laut einem aktuellen Insiderbericht rückt der Marktstart damit nicht näher, sondern bleibt im Jahr 2027 verankert. Im Hintergrund konkurrieren zwei verschiedene Hardware-Varianten um den Starttermin, während zugleich die Debatte um Datenschutz an Fahrt aufnimmt.
Für alle, die auf Apples erstes KI-Wearable warten, ist die Botschaft damit eindeutig: Geduld bleibt gefragt.
Zwei Varianten der Kamera-AirPods
Im Inneren des Projekts arbeiten zwei konkurrierende Versionen nebeneinander, ein Muster, das für Apple nichts Ungewöhnliches ist. Die Bezeichnung B790 steht für eine modifizierte Ausführung der AirPods Pro 3 aus dem Vorjahr, der zusätzlich Sensoren und KI-Funktionen verpasst wurden.
Diese Variante ist laut Insider weiter entwickelt und tauchte bereits im Quellcode der iOS-27-Beta auf, wie wir vor Kurzem über die Hinweise im Code berichtet haben. Bis vor Kurzem stand sie auf der internen Roadmap für einen Start noch in diesem Jahr. Ganz anders die B798: Sie ist eine komplett neue Generation der AirPods Pro mit Kameras, die ursprünglich für 2026 anvisiert war und inzwischen auf 2027 verschoben wurde.
Demo-Video ändert nichts am Zeitplan
Die Aufregung der letzten Tage hat einen simplen Grund: Apple hatte versehentlich ein kurzes Demo-Video in die Release-Candidate von macOS 26.7 eingebaut, das Visual Intelligence auf den Kopfhörern zeigte. Wie wir bereits berichteten, bestätigte das Material erstmals die Kamera-Funktion.
Weil der Fund nur wenige Tage nach dem Bloomberg-Bericht fiel und zeitlich dicht an Apples iPhone-Event lag, das für Anfang September 2026 erwartet wird, deutete vieles auf eine Ankündigung des B790-Modells hin. Laut Gurman zeigt das Video allerdings die weiter entwickelte B790-Variante und nicht die B798. Der Zeitplan ändert sich dadurch aber nicht: Der Reporter vermerkt, dass an den offenen Produkt-Hürden weiterhin gearbeitet wird, weshalb der Marktstart im Jahr 2027 bleibt.
Sensoren statt Fotoapparat
Ein zentraler Punkt, der in der Debatte oft untergeht: Die Kameras sind keine klassischen Fotoapparate. Es handelt sich um Sensoren mit niedriger Auflösung, die keine Fotos oder Videos aufnehmen, sondern die Umgebung scannen, um Siri und anderen KI-Tools Kontext über das Umfeld des Nutzers zu liefern.
Apple positioniert die Kopfhörer damit als erstes KI-Wearable des Konzerns, das für Ende 2027 anvisiert ist. Genau diese Funktion ist es jedoch, die Kritiker stört: Aus Datenschutzgründen lehnen viele Nutzer ein solches Gerät ab und haben ihm den spöttischen Spitznamen „pervertpods“ verpasst. Der Leak hat diese Diskussion weiter befeuert.
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