KeyNook: Der Passwortmanager ohne Abo für Apple-Geräte

Passwortmanager gelten längst als unverzichtbar, doch die meisten Dienste verlangen ein monatliches Abo und lagern die sensiblen Daten auf fremden Servern aus. Genau an dieser Stelle setzt KeyNook an: Der neue Passwordmanager von Einzelentwickler Stanislaw Schönberg verzichtet bewusst auf Abogebühren, Cloud-Speicherung und Tracking. Stattdessen vertraut die App auf lokale Verschlüsselung und einen einmaligen Kaufpreis. Mit nativer Unterstützung für iPhone, iPad, Mac und Apple Vision bietet sie eine durchdachte Alternative für alle, die ihre Zugangsdaten selbst in der Hand behalten möchten.
Hinter dem KeyNook Passwortmanager steckt der euch, AppTicker Lesern, bereits bekannte Entwickler, genau genommen meine Wenigkeit :-). Nachdem ich mehrere Alternativen für einen anderen, damals als Lifetime gekauften Passwortmanager durchprobiert hatte, fiel irgendwann die Entscheidung, die App nach meinen eigenen Vorstellungen zu erstellen.
Einmal kaufen, für immer nutzen
Der App Store zeigt KeyNook mit einem Einstiegspreis von 4,99 Euro und das war's bereits. Wiederkehrende Gebühren sucht man vergeblich, denn der Entwickler hat sich explizit gegen ein Abo-Modell entschieden. Für alle, die über die Basisfunktionen hinausgehen möchten, gibt es optionale Pro-Features, die sich ebenfalls einmalig für 14,99 Euro freischalten lassen. Der Kauf erfolgt direkt über den App Store, eine Registrierung oder ein separates Nutzerkonto ist dafür nicht erforderlich.
Sicherheit ohne Kompromisse
Bei der Sicherheit setzt KeyNook auf einen der aktuellsten Standards: Die AES-256-GCM-Verschlüsselung sorgt dafür, dass alle gespeicherten Daten selbst bei einem Gerätediebstahl nicht lesbar sind. Ergänzend kommt die moderne Schlüsselableitung Argon2id zum Einsatz, die Brute-Force-Angriffe auf das Master-Passwort erheblich erschwert. Ein entscheidender Vorteil: Das Master-Passwort verlässt niemals das eigene Gerät und wird ausschließlich lokal verarbeitet. Eine Anmeldung oder ein Online-Konto entfällt komplett, was gleichzeitig eine ganze Klasse von Angriffsvektoren ausschließt. Auf kompatiblen Geräten lassen sich Face ID und Touch ID zum Entsperren des Tresors nutzen, was den Alltag erheblich erleichtert.
AutoFill, Generator und mehr
Der praktische Alltag steht bei KeyNook klar im Fokus. Die App unterstützt AutoFill von Anmeldedaten direkt in anderen Apps und bietet darüber hinaus Erweiterungen für die gängigsten Browser. Nutzer können ihre Zugangsdaten so mit wenigen Touchs in Safari, Firefox und Chrome einfügen lassen, ohne den Tresor manuell öffnen zu müssen. Die Safari-Erweiterung ist auf dem Mac bereits im Download enthalten und wird einfach über die Safari-Einstellungen aktiviert. Neben dem komfortablen Einfügen liefert KeyNook auch ein leistungsfähiges Werkzeug zum Erzeugen neuer Passwörter: Der integrierte Generator erstellt starke, zufällige Passwörter oder individuell konfigurierbare Merksätze. Ergänzend dazu überprüft die Passwort-Gesundheitsprüfung den eigenen Tresor auf Schwachstellen und markiert schwache, mehrfach verwendete oder längst veraltete Zugangsdaten.
Pro-Features für Anspruchsvolle
Für alle, die mehr als eine einfache Passwort-Sammlung benötigen, öffnet der Pro-Kauf eine ganze Reihe erweiterter Funktionen. Ein integrierter 2FA-Authenticator erzeugt TOTP-Einmalcodes direkt innerhalb der KeyNook-Oberfläche, sodass Nutzer nicht auf einen zusätzlichen Authenticator angewiesen sind. Der verschlüsselte Tresor lässt sich optional über iCloud synchronisieren, was den nahtlosen Zugriff auf allen Apple-Geräten ermöglicht. Wer berufliche und private Daten trennen möchte, erhält mehrere unabhängige Tresore zur Verfügung. Datei-Anhänge runden das Pro-Paket ab, sodass neben Passwörtern auch wichtige Dokumente sicher verwahrt werden können. Der Umstieg von anderen Passwortmanagern fällt leicht: Der Import aus CSV-Dateien und bestehenden Diensten ist ebenso möglich wie ein jederzeitiger Export.
Datenschutz auf den Punkt
Der Anspruch geht über reine Verschlüsselung hinaus: KeyNook sammelt keinerlei Nutzerdaten, zeigt keine Werbung und verlangt kein Benutzerkonto. Selbst die Prüfung auf unsichere Passwörter arbeitet ohne die Passwörter im Klartext zu übertragen: Die k-anonyme Datenleck-Prüfung sendet nur ein Hash-Präfix an Have I Been Pwned, während das eigentliche Passwort das Gerät nie verlässt.
Preis, Verfügbarkeit und Promocodes
Die App ist ab sofort im App Store für iOS/iPadOS und macOS verfürbar. Die Standardversion lässt sich für 4,99€ erwerben, wer vollen Funktionsumfang nutzen möchte, kann für weitere 14,99€ die App vollständig freischalten. Wie bereits erwähnt es fallen keine weitere Gebühren an, die Daten verbleiben vollständig auf dem eigenen Gerät und können bei Bedarf über iCloud mit weiteren persönlichen Geräten synchronisiert werden.
Für die AppTicker-Leser habe ich jeweils 10 Promocodes für die iOS und macOS Version vorbereitet. Hier gilt wie immer, die Codes lassen sich nur ein Mal verwenden, wer zuerst einlöst, der kann die App kostenfrei laden.
iOS:
L4E6EF9F6337
RM64RY3YJ4XX
FRL7RKP6NFPP
T4FAL39KHHY7
HYMWLLFXJE9P
AT3AXNAHLM7J
AWA3YELJXJLT
XH7T6PJELJ7J
M3T3YHRRM7N9
FK7HJJFAFRA6
macOS:
3TWJX6JR6H9X
9MNKMHPPL9ER
AW6379RKNA3X
JJRPM4PKEKEJ
TYMPE9EWKPPY
TPPJFAYEELF6
JRK6L9P7W3PP
4A7JNTP6EAE4
4WRHH4HTRAWL
PFF7ARWFJFW9
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

Meta startet Muse Code KI-Agent für Mac und Linux
Muse Code ist der neue KI-Agent von Meta für macOS und Linux. Der Contributor-Tarif tauscht Code-Daten gegen stark reduzierte Kosten.

Drei WebKit-Lecks umgehen Proxy und iCloud Private Relay auf iOS und macOS
Drei Schwachstellen in Apples WebKit-Motor können die echte IP-Adresse und DNS-Abfragen von Nutzern preisgeben, die auf Proxy- oder Tor-Verbindungen setzen. VPN-Nutzer bleiben von den Lücken verschont.

Sammelklage wegen Gesichtserkennung in der Fotos-App gegen Apple zugelassen
Ein US-Richter hat die Fortführung einer Sammelklage bestätigt, die Apples Gesichtserkennung in der Fotos-App zum Vorwurf macht. Theoretisch stehen bis zu 32,5 Milliarden Dollar auf dem Spiel, bevor jedoch gezahlt wird, müssen die Kläger den Datenschutzverstoß noch beweisen.

Russland ermittelt wegen Kartellverstößen gegen Apple
Die russische Wettbewerbsbehörde FAS hat ein formelles Verfahren gegen Apple eingeleitet. Im Mittelpunkt steht die Weigerung, staatliche Apps auf iOS-Geräten vorzuinstallieren.

Apple plant Kopierfunktion zwischen iPhone und Windows
Apple reagiert auf den Digital Markets Act und entwickelt eine neue Synchronisierung der Zwischenablage. Die technische Umsetzung basiert auf einem Antrag von Microsoft und soll die Nutzung der beiden Ökosysteme vereinfachen.

Telegram kurzzeitig aus dem App Store entfernt
Die Messaging-App Telegram war am 3. August 2026 für kurze Zeit weltweit aus dem App Store verschwunden. Apple handelte wegen Verstößen gegen die Richtlinien zum Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern.
Kommentare
3 Beiträge
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.
- PPetersaulde
Ist geplant, auch den Import von KeePass Containern zu ermöglichen?
- PPetersaulde
Herzlichen Dank Stanislaw. Ich konnte einen Promocode einlösen.
- TTappi
Dankeschön, konnte ein Code einlösen