Look Around: Funktion demnächst in Österreich erwartet
Die Maps-Funktion Look Around wird wahrscheinlich schon bald in Österreich verfügbar sein. Deutschland guckt diesbezüglich weiter in die Röhre.

Eine offizielle Mitteilung zum Start von Look Around bei unseren Nachbarn Österreich gab es bislang nicht. Allerdings wurden in der jüngeren Vergangenheit vermehrt Kamera-Autos von Apple auf österreichischen Straßen gesichtet. Das Unternehmen bestätigte bereits, dass die Aufnahmen für "verschiedene Zwecke" verwendet werden.
Neben neuen Kartenmaterial für die Maps-Anwendung ist somit auch davon auszugehen, dass die Look Around Funktion mit Inhalten gefüttert werden soll.
Virtuelle Spaziergänge mit Look Around
Vor drei Jahren wurde die Funktionserweiterung angekündigt. Gute zwei Jahre liegt der Startschuss nun zurück. Anfangs wurde lediglich der Großraum von San Francisco abgelichtet, um dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, die Umgebung virtuell zu erkunden. Im Stile von Google Street View wurde dafür umfangreiches Bildmaterial der Umgebung durch Kameraautos angefertigt.
Aktuell bewegen sich die Kameraautos durch das Bergenland Österreich. Die Aufnahmen werden einerseits für detailreichere Karten erstellt. Andererseits liegt auch die Vermutung nahe, dass Österreich eines der nächsten Länder sein wird, in dem die Funktion Look Around in der Maps-Anwendung verfügbar sein wird. Die Kommentierung des Konzern lässt darauf schließen. Bis es soweit sein wird, müssen sich die Österreicher jedoch noch gedulden. Erfahrungsgemäß vergehen zwischen den Aufnahmen und der Fertigstellung mehrere Monate.
In Österreich werden aktuell zudem nur durch Kameraautos Aufnahmen angefertigt. Drohnen oder Rucksack-Kameras kommen hierbei nicht zum Einsatz.
Deutschland bleibt außen vor
Der Dienst Street View von Google ist dem Ableger aus dem Hause Apple um Längen voraus. Über Google können die Nutzer beinahe weltweit in den virtuellen Entdeckungsmodus schalten, während Look Around in der Karten-App nicht mal ansatzweise an die Abdeckung der Konkurrenz kommt.
Das Land mit der größten Abdeckung ist die USA. Hier können beinahe 22 Millionen Menschen die Look Around Funktion nutzen. Da sich die Nutzer vorwiegend in großen Ballungszentren aufhalten, entspricht die von Look Around erfasste Fläche lediglich 0,6 Prozent. Beim Nachbarn Kanada sind es hingegen bereits rund 30 Prozent der Landesfläche. In Europa sind Spanien und Portugal bereits weitestgehend erfasst. In Großbritannien und Irland sind es bisher nur einige wenige Orte (London, Edingburg, Dublin).
Deutschland bleibt in den Plänen zur Ausweitung von Look Around bislang außen vor. Die Entscheidungsträger bei Apple haben sicherlich noch den Aufschrei vor Augen, als Google View seinerzeit mit Kameraautos in Deutschland unterwegs war. Es gab einen Sturm der Entrüstung im datenschutzverliebten Deutschland. Einwohner gerieten förmlich in Panik, als Fotos der näheren Umgebung angefertigt wurden. Nachdem bei Google eine Welle von Löschungsanträgen ins Haus flatterten, gab das Unternehmen schlussendlich genervt auf. Aus diesem Grund ist Deutschland eines der wenigen Länder, in denen die Umgebung bis heute nicht über Google Street View erkundet werden kann.
Nachdem Apple sich in den Straßen Deutschlands bewegte, um eine Straßenerfassung durchzuführen, gingen bereits die ersten Datenschützer auf die Barrikaden. Als Konsequenz verkündete Apple, dass es in Deutschland keine Look Around Funktion geben wird. In den kommenden Monaten könnten dennoch diverse Kameraautos von Apple auf deutschen Straßen gesichtet werden. Zwischen Juli und September werden per Auto und Rucksack neue Daten für ein verbessertes Kartenmaterial aufgenommen.
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