M1RACLES-Schwachstelle: Sicherheitslücke im M1-Chip
Im M1-Chip wurde die M1RACLES-Sicherheitslücke aufgedeckt. Der Finder gibt jedoch selbst Entwarnung: "Should you be worried? Probably not!"

Im Jahr 2018 wurden die Schwachstellen in Intel-x86-Prozessoren mit den Namen Spectre und Meltdown aufgedeckt. Hierüber konnten Hacker auf geschützte Daten zugreifen. Die nun im M1-Prozessor aufgedeckte Sicherheitslücke bekam von seinem Entdecker Hector Martin, Entwickler bei Asahi Linux, den passenden Namen M1RACLES (M1ssing Register Access Controls Leak EL0 State). Auf seiner Website beschreibt er den Hintergrund der Sicherheitslücke und beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das sensible Thema. Eins vorweg: Martin schätzt das Gefährdungspotenzial der Lücke selbst als gering ein.
Wie funktioniert die Lücke?
Prozessoren von heute arbeiten mit einer sogenannten "Spekulativen Ausführung". Das bedeutet, dass der Prozessor sich für eine Aktion entscheidet, bevor überhaupt feststeht, wie dieser Befehl genau lautet. Der Prozessor entscheidet sich spekulativ für ein Ergebnis, sollte die richtige Wenn-Dann-Bedingung eintreten und der Prozessor hat sich im Vorfeld für den richtigen folgenden Befehl entschieden, werden im CPU wertvolle Ressourcen gespart.
Sollte der Befehl nicht eingetreten sein, so werden die vorher kommunizierten Daten nicht weiter beachtet. Allerdings landet ein Teil der unbenutzten Daten in der Cache und diese lassen sich auch noch im Nachhinein auslesen. Der Preis für die schnelle "Spekulative Ausführung" ist ein verringerter Sicherheitsstandard in der CPU. An dieser Stelle setzt M1RACLES an.
Die Sicherheitsrichtlinien bei macOS sind normalerweise so gesetzt, dass das Betriebssystem ungewollten Datenaustausch erkennt und verhindert. Martin hat jedoch einen Weg gefunden, wie ihm der Datenaustausch gelingt, ohne von macOS aufgespürt zu werden. In einem Video veranschaulicht Martin die Vorgehensweise.
Grund zur Sorge?
Nein! Der Fehler birgt für den Nutzer kein allzu hohes Risiko. Es ist nicht möglich Daten wie Passwörter abzufangen oder sogar die Kontrolle über den Mac zu übernehmen. Angreifer könnten jedoch durch Unterstützung weiterer Schwachstellen im System größeren Schaden anrichten. Aktuell besteht diese Gefahr allerdings nicht.
Dennoch handelt es sich um einen Verstoß gegen die Sicherheitsrichtlinien, da ein grundsätzlicher Datenaustausch zwischen zwei Prozessoren nicht vollumfänglich verhindert werden kann. Da sich der Fehler in der Hardware befindet, kann Apple diese Lücke nicht ohne weiteres mit einem Update des Betriebssystems schließen. Aktuell dürfte die Schwachstelle bei Apple keine besondere Aufmerksamkeit erfahren.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Mac News.

Apple gibt Vision Pro auf: Team aufgelöst, Fokus auf Smart Glasses
Apple hat die Vision-Pro-Produktlinie faktisch aufgegeben. Das spezialisierte Team wurde aufgelöst und die Mitarbeiter auf andere Bereiche verteilt — stattdessen setzt das Unternehmen auf kompakte Smart Glasses mit KI-Funktionen.

iPhone 18 Pro: Die wichtigsten Features im Überblick
Apple bringt im September das iPhone 18 Pro mit einer Reihe neuer Features. Von einem 2nm-Chip über eine kleinere Dynamic Island bis hin zu Satellit-5G – ein Überblick über die gerüchteten Innovationen.

Apple veröffentlicht Betas für iOS, watchOS, tvOS und visionOS 26.6
Apple hat parallel die ersten Developer-Betas für iOS 26.6, iPadOS 26.6, watchOS 26.6, tvOS 26.6 und visionOS 26.6 freigegeben. Zwei Wochen nach der 26.5-Version dienen die Updates primär der Stabilität und Bugfixes.

MacBook Ultra: Apples neues Top-Notebook mit OLED, Touch und 2nm-Chips
Apple plant ein MacBook Ultra als neue Top-Kategorie oberhalb der MacBook Pro-Modelle — mit OLED-Touchscreen, Dynamic Island und M6-Chips.

AirPods Max 2: Over-Ear-Kopfhörer mit H2-Chip für 528 Euro
Die AirPods Max 2 sind aktuell bei Amazon im Deal — mit 51 Euro Rabatt auf die UVP von 579 Euro. Der H2-Chip bringt eine deutlich verbesserte Geräuschunterdrückung und neue Features wie Live-Übersetzung.

Apple plant 15 neue Produkte für Ende 2026
Apple kündigt eine massive Produktflut für das zweite Halbjahr 2026 an – von faltbarem iPhone über MacBook Ultra bis zum neuen Smart-Home-Hub. WWDC 2026 markiert den Start einer neuen Ära.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.