M2 MacBook Pro: SSD des Einsteigermodells deutlich langsamer
Die neuen Modelle des MacBook Pro sind pfeilschnell und für Pro-Anwender gedacht. Die SSD des Einsteigermodells hinkt seinen großen Brüdern in Sachen Geschwindigkeit etwas hinterher, was dem verbauten NAND-Chip geschuldet ist.

Als Apple letztes Jahr das MacBook Air mit M2-Chip vorgestellt hat, haben zahlreiche Tester auch die Leistung der SSD unter die Lupe genommen. Schnell war klar: Der Massenspeicher des Einsteigermodells mit 256 GB liest und schreibt deutlich langsamer als die Computer mit höheren Speicherausstattungen. Sogar das Basismodell des Vorgänges mit M1-Chip lieferte bessere Werte.
Der Grund für die schlechtere Performance der SSD im M2 MacBook Air mit der 256 GB großen SSD ist der verbaute Speicherchip. Während sich Apple bei der M1-Variante noch für zwei Module entschied, kommt im aktuellen Air nur eines zum Einsatz. Wer seine SSD beispielsweise durch das Bearbeiten von Videos an die Leistungsgrenzen bringt, erledigt die Aufgaben mit einem M1 MacBook Air schneller als mit dem 2022er-Modell.
Gleiches Problem beim M2 MacBook Pro
Auf denselben Stolperstein stößt man beim Einsteigermodell des neuen MacBook Pro, das Apple vor gut einer Woche vorgestellt hat. Die Redaktion von 9to5mac hat die SSD des neuen Pro-Notebooks auf Herz und Nieren getestet.
Bei einem Software-Test erreichte das M2 MacBook Pro in der günstigsten Variante mit 512 GB Speicher die folgenden Werte:
- Lesen: 3154,5 MB/s
- Schreiben: 2973,4 MB/s
Zum Vergleich das Vorgängermodell mit dem M1 Pro:
- Lesen: 3.950,8 MB/s
- Schreiben: 4.900,3 MB/s
Getestet wurde lediglich das 2023er MacBook Pro mit dem 14 Zoll großen Display. Ob die 16-Zoll-Variante auch betroffen ist, geht aus dem Bericht leider nicht hervor.
512 GB mit zwei NAND-Chips
Der 9to5mac-Redakteur Derek Wise hat sein MacBook Pro nach dem Test geöffnet, um sich zu vergewissern, dass der Speicherchip tatsächlich für die niedrigen Schreib- und Leseraten verantwortlich ist. Während sich beim M1-Pendant vier sogenannte NAND-Chips auf dem Motherboard befinden, sind es beim M2 MacBook Pro nur zwei.
Damit bestätigte sich die Vermutung: Apple setzt wie beim M2 MacBook Air auf weniger Speicherchips. Im Alltag merkt man als Otto-Normal-Anwender allerdings recht wenig bis gar nichts von den Leistungseinbußen.
Die Auswirkungen im Alltag
Das aktuelle MacBook Air mit M2-Prozessor und 256 GB Speicher nutze ich seit mehreren Monaten für alltägliche Aufgaben wie Surfen, Streamen, aber auch Spiele (Apple Arcade, Games aus dem App Store und von Steam bzw. Epic) Bisher konnte ich nicht feststellen, dass mich das System ausbremst.
Freilich ist die Frage offen, warum Apple sich für diesen Schritt entschlossen hat - wahrscheinlich aus Kostengründen. Wer allerdings nicht auf jedes einzelne MB/s angewiesen ist, kann auch beim Einsteigermodell des M2 MacBook Pro bedenkenlos zugreifen.
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