M7 Ultra mit 1,5 TB RAM: Apple Silicon holt den 2019er Mac Pro ein

Apple arbeitet an einer neuen Prozessor-Generation, die den Arbeitsspeicher-Rekord des Unternehmens dramatisch ausbauen soll. Laut Insider-Informationen plant der Hersteller einen Chip mit bisher unvorstellbaren Speicherkapazitäten für künftige High-End-Computer. Diese Entwicklung könnte die Grenzen der eigenen Architektur neu definieren und zugleich alte Rekorde einholen. Ob die geplante Top-Konfiguration tatsächlich in den Handel kommt, bleibt jedoch von externen Faktoren abhängig.
Speicherrekord gleicht alten Mac Pro ein
Der künftige M7 Ultra soll bis zu 1,5 Terabyte Unified Memory unterstützen können. Dieser Wert entspricht exakt der maximalen RAM-Ausstattung des im Jahr 2019 vorgestellten Intel-basierten Mac Pro. Für die Apple-Silicon-Generation wäre dies ein bedeutender Meilenstein, da die eigenen Chips bisher deutlich darunter blieben.
Die Architektur der Apple-Chips lötet den Arbeitsspeicher direkt auf demselben Halbleiterdie wie den Prozessor auf. Diese Bauweise ermöglicht extrem hohe Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen Rechenwerken und Speicher. Gleichzeitig begrenzt die physische Größe des Chips die maximale Kapazität, was das Erreichen von 1,5 Terabyte zu einer technischen Herausforderung macht.
Lieferengpässe gefährden Top-Konfiguration
Ob Apple die 1,5-Terabyte-Konfiguration tatsächlich als kaufbares Modell anbieten wird, ist derzeit noch offen. Die Entscheidung hängt maßgeblich von der aktuellen Lage in der Speicherchips-Branche ab. Ein verbreiteter Mangel an entsprechenden Komponenten macht die Beschaffung schwieriger und treibt die Preise in die Höhe.
Diese Produktionserschwerungen könnten Apple zwingen, die Top-Konfiguration zu streichen oder stark zu limitieren. Der Hersteller muss abwägen, ob die Nachfrage nach einem solchen Nischenprodukt die komplexen Lieferketten rechtfertigt.
M5 Ultra als Zwischenschritt
Bevor der M7 Ultra erscheinen wird, debütiert noch 2026 der M5 Ultra mit bis zu 768 Gigabyte Unified Memory. Dieser Chip stellt zunächst den neuen Apple-Silicon-Rekord auf und verdoppelt damit nicht die Kapazität des aktuellen Top-Modells. Der M7 Ultra würde später mit etwa doppelt so viel RAM wie der M5 Ultra aufwarten.
Zeitlich gesehen handelt es sich bei der M7-Generation um die übernächste Stufe nach dem M5 Ultra. Entsprechend dürfte das Erscheinen erst im Jahr 2028 oder später stattfinden, was Kunden mit extremen Speicherbedarfen eine längere Wartezeit bedeutet.
Apple kürzt hohe RAM-Optionen
Der aktuelle Produktkatalog zeigt bereits eine klare Tendenz hin zu geringeren Speicherkapazitäten bei den High-End-Modellen. Apple hat Anfang 2026 die 512-Gigabyte-Konfiguration des M3 Ultra Mac Studio vom Markt genommen. Kurz darauf folgte die Einstellung der 256-Gigabyte-Variante, sodass aktuell maximal 96 Gigabyte für den Mac Studio mit M3 Ultra verfügbar sind.
Auch das M4 Max Chip-Modell unterstützt derzeit nur bis zu 128 Gigabyte Unified Memory. Basierend auf den aktuellen Apple-Preisen von rund 25 US-Dollar pro zusätzlichem Gigabyte würde ein Upgrade auf 1,5 Terabyte von einer 128-Gigabyte-Basis aus mehr als 35.000 US-Dollar kosten. Solche Summen machen die 1,5-TB-Variante zu einem reinen Nischenprodukt für ausgewählte professionelle Anwender.
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