Mac Pro: Apple streicht den M2 Extreme mit 48 CPU-Kernen
Vor wenigen Wochen prognostizierte Bloomberg einen Mac Pro mit einem M2 Extreme-Prozessor. Dieser wurde allem Anschein nach gestrichen - aus Kostengründen. Das teuerste Modell soll nun mit einem M2 Ultra auf den Markt kommen.

Während der Worldwide Developers Conference 2020 hatte Apple im Rahmen der Präsentation der ersten "Apple Silicon"-Prozessoren angekündigt, innerhalb von zwei Jahren nur noch Macs mit dem selber entwickelten M-Chip zu verkaufen. Die selber gesetzte Frist ist mittlerweile abgelaufen. Wirft man einen Blick auf den Online Store des iPhone-Herstellers findet man allerdings immer noch Macs mit einer CPU von Intel: den Mac mini und den Mac Pro.
Beim Mac mini kommt ein Intel Core i5 zum Einsatz. Der Mac Pro arbeitet mit einem Intel Xeon W, der mit bis zu 28 Kernen bestückt werden kann. Lediglich der Mac mini wird auch mit einem M1-Chip angeboten. Von einem Mac Pro mit M-Prozessor fehlt jedoch bisher noch jede Spur.
Zwei M2 Ultra mit 48 Kernen
Wie Mark Gurman in seinem "Power On"-Newsletter vom Wochenende schreibt, hatte Apple bei der Vorstellung von "Apple Silicon" eigentlich vor, einen neuen Mac Pro auf Basis des M1 zu bauen. Dieser sollte in zwei verschiedenen Konfigurationen erhältlich sein: Einmal mit dem M1 Ultra, der aus zwei M1 Max-Prozessoren besteht und außerdem mit einem Chip, der wiederum zwei M1 Ultra, also insgesamt vier M1 Max, kombiniert.
Dann kam der M2 auf den Markt und Apple beschloss, den Mac Pro mit der zweiten Generation des M-Chips auszustatten. Hier sollte das gleiche Verfahren angewendet werden: Ein Mac Pro mit dem M2 Ultra und eine High-End-Variante mit zwei gekoppelten M2 Ultra, die Gurman im Oktober "M2 Extreme" getauft hatte, sollten es sein. Der Extrem-Chip hätte dann über 48 CPU- und bis zu 152 GPU-Kerne verfügt.
Als Nischenprodukt zu teuer
Gurman hat seine Prognose aus Oktober nun korrigiert. Seine Quellen haben ihm berichtet, dass Apple die Entwicklung des M2 Extreme aufgegeben hat. Ein Mac Pro mit besagtem Extreme-Chip hätte in der Basiskonfiguration für den Kunden mehr als 10.000 Dollar gekostet. Neben dem hohen Endpreis würden auch die Fertigungskapazitäten bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, Apples Partner in Sachen Chipproduktion, eine Rolle spielen.
Die Ingenieure in Cupertino konzentrieren sich laut Gurman jetzt also auf einen Mac Pro mit einem M2 Ultra mit 24 CPU- und 76 Grafikkernen, der mit maximal 192 GB Arbeitsspeicher bestückt werden kann.
Der M2 Max soll im Frühjahr 2023 zusammen mit den neuen 14 und 16 Zoll MacBook Pro vorgestellt werden. Dann dürfte es nicht mehr lange dauern, bis Apple auch den Mac Pro aktualisiert.
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