macOS 12 Monterey mit Universal Control, AirPlay und Shortcuts
Das neue macOS 12 wird nach einer Küstenregion in Kalifornien benannt und erhält den Namen Monterey. Mit Universal Control lassen sich Dateien im Drag & Drop Modus beliebig zwischen iMac, MacBook und iPad teilen.

Auf der Worldwide Developers Conference wurde wie erwartet auch das neue macOS 12 vorgestellt. Somit setzt Apple seine Tradition fort und stellt seit nun mehr einem Jahrzehnt jährlich ein neues macOS-Betriebssystem vor. Auch hinsichtlich der Bezeichnung hält Apple an seiner Tradition fest. Der Name lautet, wie bereits im Vorfeld durchgesickert, Monterey. Der Küstenort liegt nördlich vom Vorgänger Big Sure.
Neben einem neuen Namen präsentierte Apple auf der WWDC auch eine Reihe neuer Funktionen, die sich zukünftig auf macOS wiederfinden werden. Das neue Betriebssystem wird wie alle anderen neuen Systeme im Herbst zur Verfügung stehen. Die ersten Beta-Versionen für Entwickler werden sofort ausgerollt, im Juli folgt dann die erste offene Beta.
Universal Control verbindet iPad und Mac
Das interessanteste Feature dürfte Universal Control sein. Exklusiv für den Mac geschaffen, lassen sich mit Universal Control ein iPad mit einem Mac verbinden. Dafür muss das iPad lediglich neben dem Mac positioniert werden und schon kann es losgehen. Mit der Tastatur und dem Touchpad eines MacBooks lässt sich das iPad bedienen. So kann der Cursor auf das Tablet bewegt werden und dort Befehle durchführen. Genauso lässt sich auch noch ein iMac "anschließen", sodass mit einem MacBook auf drei unterschiedlichen Geräten gearbeitet werden kann.
Universal Control lässt sich ebenso gut nur zwischen iMac und einem MacBook Pro ausführen. Auf der Keynote schob Craig Federighi eine Datei vom iPad über das MacBook hin zu einem iMac.
Die neue Funktion lässt sich nicht mit jedem Mac durchführen. Als Voraussetzung wurde Macs benannt, die nach 2016 aktualisiert wurden.
Safari erhält neues Design
Zu Beginn nutzte Federighi die Gunst der Stunde und betitelte Safari als den schnellsten Browser. Der schnellste Browser der Welt wurde auch gleich einmal etwas aufgeräumt. Mit der neuen Version möchte Apple etwas mehr Ordnung beim Surfen schaffen. Die Tab-Leiste passt sich in Zukunft farblich an die Hintergrundfarbe der Webseite an. Die Auswahlelemente wandern neben die Adressleiste um Platz zu sparen.
Getreu dem Motto "Dieselbe Safari-Erfahrung überall" können auf macOS 12 Tabs zu Gruppen zusammengefasst werden und mit einer Bezeichnung versehen werden. Diese Tab-Gruppen lassen sich über verschiedene Geräte synchronisieren. So kann der Nutzer beispielsweise eine Tab-Gruppe für die Urlaubsplanung erstellen und auf sein iPad synchronisieren, um unterwegs weiter zu recherchieren.
Mac erhält AirPlay
Eine weitere Neuerung ist die Ausweitung von AirPlay auf Macs. So können zukünftig sämtliche Macs als Empfänger von Inhalten über AirPlay dienen. Als Sender fungierten sie bereits vor macOS 12. Videos und Musiktitel lassen sich somit kinderleicht vom iPhone via AP auf dem Mac abspielen.
Shortcuts auf dem Mac
Eine weitere nennenswerte Erneuerung bilden die Shortcuts. Die Kurzbefehle wandern mit macOS 12 auf den Mac. Mit den Shortcuts können auch über den Mac mit einem Klick personalisierte Aktionen ausgeführt werden. Applescript und Automator sollen zu Gunsten von Shortcuts in Zukunft weichen. "Das ist ein mehrjähriger Prozess", kommentierte Federighi die Einführung von Shortcuts auf dem Mac.
Weitere Neuerungen sind die Login-Memojis, Spatial Audio über AirPods Pro oder der Low Power Mode, den iPhone-Nutzer bereits seit vielen Jahren kennen. Überflüssige Aktionen werden ab einem Akkustand von 20 Prozent und weniger eingeschränkt.
Ein Wehrmutstropfen bleibt: Nachdem im Vorfeld bereits heftig auf zwei MacBook Pro (14 und 16 Zoll) spekuliert wurde, war die Enttäuschung groß, nachdem die Keynote ohne neue Hardware zu Ende ging.
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