Microsoft entwickelt eigene ARM-Prozessoren
Mit seinen M-Chips ist Apple ein ganz großer Wurf gelungen. Microsoft will nun anscheinend nachziehen. Nicht nur Windows 12 soll für ARM-Prozessoren optimiert werden: Es laufen auch bald eigene Chips vom Band.

Die von Apple selber entwickelten Prozessoren bieten dem iPhone-Hersteller mehrere Vorteile. Zum einen ist man nicht mehr auf einen Drittanbieter und dessen Roadmap angewiesen. Der Umstieg von Intel auf "Apple Silicon" machte Cupertino bei seinen Macs bzw. den darin verbauten Chips unabhängiger.
Andererseits kann man eine eigene CPU viel besser an das Betriebssystem anpassen. Vor den M-Chips sahen wir das bereits viele Jahre lang mit Apples A-Prozessoren, die im iPhone, iPad und vielen anderen Geräten verbaut wurden und werden. Mit dem M1, dem M2 und bald auch mit dem M3 arbeiten Macs nicht nur schneller - sie verbrauchen auch vergleichsweise weniger Energie.
Microsoft stellt Ingenieure ein
Bei Microsoft hat man das Ganze nicht unbeobachtet gelassen und geht nun in die Offensive. Von Windows 12, das im Lauf des nächsten Jahres erwartet wird, soll es eine speziell für ARM-Chips optimierte Version geben. Doch das ist noch nicht alles. Bei Windows Latest ist man im Job-Portal von Microsoft über mehrere Anzeigen gestolpert, die offenbaren, dass der Redmonder Konzern mit seinem "Microsoft Silicon Team" an eigenen ARM-Prozessoren arbeitet.
Konkret suchte Microsoft im April neue Mitarbeiter mit folgenden Qualifikationen:
- Principal System on Chip (SoC) Silicon Architect
- Senior Physical Design Verification Engineer
- Principal Design Engineer
- Sr Silicon Power Integrity CAD Mgr
Die meisten der Stellenangebote hat das Unternehmen mittlerweile wieder entfernt, woraus man schließen kann, dass die eine oder andere Stelle vielleicht schon besetzt wurde. In den Stellenbeschreibungen wurde dabei eindeutig die Entwicklung eigener ARM-Hardware angedeutet.
Natürlich geht die Entwicklung neuer Prozessoren nicht von heute auf morgen. Bis wir die ersten Microsoft-Chips sehen werden, die mit den M-Chips mithalten können, wird es wohl noch ein paar Jahre dauern.
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