Missbräuchliche Geschäftspraktiken: Frankreich zieht gegen Apple & Google vor Gericht
Und wieder sieht sich Apple mit einer Klage konfrontiert: Der französische Minister für Wirtschaft und Finanzen Bruno Le Maire will gegen Apple und Google vor das Handelsgericht in Paris. Als Grund nennt er „missbräuchliche Geschäftspraktiken" der beiden Konzerne.

Dies verkündete der Finanzminister in einem Interview mit dem französischen Sender RTL am gestrigen Mittwoch. Le Maire wirf Apple und Google konkret vor ihre Monopolstellung gegenüber kleineren, vornehmlich einheimischen Entwicklern auszunutzen. Die Vorwürfe richten sich dabei auch gegen Amazon und Facebook. Zusammen werden die vier großen Unternehmen auch oft als GAFA bezeichnet, ein Akronym das sich aus den Anfangsbuchstaben der Firmen ergibt und das man verwendet wenn man allgemein von den „Internetgiganten“ spricht.
So führt der Finanzminister in dem Interview an: "Wenn Entwickler ihre Apps über Google oder Apple verkaufen möchten, werden sie mit Gebühren belastet. Google und Apple können die Verträge mit den Entwicklern einseitig ändern. Das ist inakzeptabel." Die Unternehmen nutzen seiner Meinung nach ihre Stellung gegenüber kleineren Start-ups aus. Le Maire möchte dies in Zukunft verhindern indem er Google, Apple & Co mit hohen Strafzahlungen belegt.
Frankreich geht in letzter Zeit unaufhaltsam gegen GAFA vor. So hatte Amazon bereits im Dezember letzten Jahres einen Termin vor dem Handelsgericht in Paris wegen „erheblicher Unausgewogenheit in den Geschäftsbeziehungen", und im Januar wurde Apple wegen Täuschung geplanter Obsoleszenz wegen der Leistungsreduzierung bei stark abgenutzten iPhone-Akkus verklagt





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