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Nach Facebook und Twitter: Nun auch Instagram in Russland gesperrt

Das soziale Netzwerk Instagram wird in Russland gesperrt. Auslöser waren Äußerungen von Facebook, in denen Gewaltaufrufe gegen russische Staatsangehörige toleriert wurden. 

A
AppTickerTeam
14.03.20222 Min. Lesezeit
Nach Facebook und Twitter: Nun auch Instagram in Russland gesperrt
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Nachdem zuvor bereits Twitter und Facebook in Russland nicht mehr erreichbar waren, ist ab heute auch der Foto- und Videodienst Instagram offline. Bestätigt wurde diese Maßnahme von der Organisation NetBlocks sowie russischen Instagram-Nutzern. Seit Mitternacht ist die Plattform nun nicht mehr erreichbar. 

Die Sperre von Instagram wurde durch die russische Medienaufsicht Roskomnadsor am vergangenen Freitag angekündigt. Als Grund für die Sperre nannte die Behörde, dass auf Instagram Gewaltaufrufe gegen russische Bürger und Soldaten geteilt wurden. Der Mutterkonzern Meta erklärte daraufhin, dass man Ausnahmen bei Aufrufen zur Gewalt gegen russische Truppen in der Ukraine mache. 

Als Reaktion auf diese Aussagen wurde Instagram in Russland daher gesperrt. Neben Facebook und Twitter steht somit eine weitere soziale Plattform im größten Land der Welt nicht mehr zur Verfügung. Im gleichen Atemzug wurden die Bürger des Landes darüber informiert, dass Russland eigene wettbewerbsfähigen Internetplattformen habe, unter anderem die sozialen Netzwerke VKontakte und Odnoklassniki.

Schutz der psychischen Gesundheit russischer Bürger

"Wir hoffen, dass Ihr Übergang zu diesen Internetumgebungen schnell vonstatten geht und Sie in Zukunft neue Möglichkeiten für Kommunikation und Geschäftstätigkeit entdecken werden", teilte die Medienaufsicht den russischen Bürgern am vergangenen Freitag mit. Durch die Sperre von Instagram solle zudem die "psychische Gesundheit" der Bürger sichergestellt werden, da Beleidigungen nun nicht mehr ohne Weiteres an sie herangetragen werden können. 

Meta äußerte sich in einer Erklärung zu bestimmten Ausnahmen, in denen Aufrufe zu Gewalt auf den zum Konzern gehörenden sozialen Netzwerken erlaubt seien. Als Beispiel fiel in dieser Erklärung der Satz "Tod den russischen Eindringlingen". Damit wolle Meta unterstreichen, dass es für die Menschen in der Ukraine legitim sei, sich mit Gewalt gegen russische Soldaten zu wehren und andere über soziale Medien ebenfalls dazu aufzurufen. 

In Russland lösten diese Aussagen jedoch große Empörung aus. Ein Regierungssprecher teilte zudem mit, dass es Bestrebungen gebe, den gesamten Konzern Meta als "extremistische Organisation" in Russland verbieten zu lassen. Damit wäre WhatsApp im von Wladimir Putin geführten Land ebenfalls nicht mehr verfügbar. 

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