Neue Patentanmeldung von Apple: Vein ID scannt Blutgefäße
Was wie Science Fiction klingt könnte schon bald in jedem iPhone verbaut werden: Vein ID ist eine Möglichkeit zur biometrischen Identifikation über das Venenmuster. Apple hat sich die entsprechende Technik für den Einsatz in mobilen Endgeräten nun patentieren lassen.

Apple hat in den letzten Jahren viel unternommen um das iPhone und das iPad vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Bereits seit 2013 findet sich in fast allen neuen Apple-Geräten der Fingerabdrucksensor Touch ID. Mit dem iPhone X hat Apple im letzten Jahr die Gesichtserkennung im iPhone etabliert. Doch schon kurz nach der Veröffentlichung von Face ID wurde diese mit einer Maske aus einem 3D-Drucker geknackt. Auch bei Zwillingen oder Verwandten lässt sich die Sicherheitssensorik in der Kerbe des iPhone X manchmal überlisten.
Venenbildgebung mit Hilfe der Erkennung gepulster Strahlung
Mit Vein ID (exakte Patentbezeichnung: Venenbildgebung mit Hilfe der Erkennung gepulster Strahlung) soll damit endgültig Schluss sein. Neben dem Scan der biometrischen Punkte des Gesichts würde Vein ID die Blutgefäße unter der Gesichtsoberfläche erfassen. Die Venenmuster und der Blutfluss bleiben von der frühen Kindheit an bis zum Tod immer gleich, lassen sich eindeutig identifizieren und eignen sich so ideal als Sicherheitsmerkmal. Mit einem Infrarot-Scanner und einer Wärmebildkamera kann die Technologie im Bruchteil einer Sekunde die Venenstruktur erfassen und das System freischalten. Mit der Technik lässt sich sogar ein digitale Projektion der Körperoberfläche erschaffen.
Vein ID hat zudem den gleichen Vorteil wie Face ID: Es ist hygienischer da im Gegensatz zu Touch ID kein Bauteil angefasst werden muss. Da die zu erfassenden Sicherheitsmerkmale unter der Haut liegen ist es nahezu unmöglich diese zu fälschen.
Noch ist unklar ob Apple Vein ID in zukünftigen iPhones und iPads zusammen mit Face ID einsetzen oder ob es auch Stand-alone-Lösung geben wird.
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