Neue Sensortechnik: Apple Watch der Zukunft könnte Blutzuckergehalt am Schweiß 'erschnüffeln'
Zukünftige Modelle der Apple Watch könnten noch mehr Sensoren bieten, als es heute schon der Fall ist: In mehreren neuen Patentanmeldungen beschreibt Apple verschiedene Technologien, die es erlauben, Gerüche, Partikel in der Luft oder Gase zu erfassen. Theoretisch wäre es dann für Diabetiker möglich, mit der Smartwatch den Blutzuckerwert zu bestimmen.

Die aktuelle Apple Watch Series 4 hat schon einiges an Technik unter der Haube, die verschiedene Situationen oder Aktivitäten im Alltag erkennt. Angefangen vom simplen Schrittzähler, einem Gyroskop, Beschleunigungs- und Umgebungslichtsensor bietet die Smartwatch einen Pulsmesser, barometrische Höhenmessung sowie im aktuellen Top-Modell auch ein 1-Kanal-EKG.
In Kombination können mehrere dieser Sensoren neue Funktionen ermöglichen. So kann die Apple Watch Series 4 beispielsweise mit dem Gyroskop und dem Beschleunigungssensor erkennen, ob der Träger gestürzt ist.
Sensor warnt vor Gaslecks und Luftverschmutzung
Apple hat jetzt mehrere seiner Patentanmeldungen für neue Sensortechnik aktualisiert. Die Patente beschreiben neue Sensoren, die u. a. in der Luft schwebende Partikel, Gerüche und Gase wahrnehmen können. Schon jetzt zeigt die Wetter-App zum Beispiel die Qualität der Luft in der voreingestellten Ortschaft an. Die Daten werden natürlich nicht lokal vom iPhone erfasst, sondern von einer externen Datenbank bereitgestellt.
In Zukunft könnte sich das ändern: Apple Watch und iPhone wären mit den neuen Sensoren in der Lage, die Atemluft direkt vor Ort auszuwerten. Der Träger würde dann auch vor gefährlichen Gasen wie Kohlenmonoxid oder Methan gewarnt werden.
Enorme Erleichterung für Diabetiker
Das zweite Patent würde die Apple Watch in die Lage versetzen, den Schweiß des Besitzers zu analysieren. Das würde vor allem das Leben von Diabetikern enorm erleichtern, da mit aktueller Technik bereits sehr geringe Mengen Schweiß ausreichen, um den aktuellen Blutzuckerwert zu messen.
Wie die ÄrzteZeitung in einem Artikel vom März 2017 meldete, wurden solche Sensoren bereits erfolgreich getestet. Aus nur einem millionstel Liter (1 mm³) Schweiß lassen sich so zuverlässige Werte ermitteln. Das notwendige Übel des Stechens mit einer Nadel würde dann der Vergangenheit angehören.
Wie immer gilt bei Patenten, dass man die angemeldete Technik nicht zwangsweise in einem zukünftigen Produkt sehen wird. Wie bei anderen Konzernen gibt es auch bei Apple eine Vielzahl von Patentanmeldungen, die es nie bis zum Endverbraucher geschafft haben. Da Apple vor allem bei seiner Smartwatch den Fokus auf die Gesundheit gelegt hat, sind wir uns sicher, dass die beiden Patentanmeldungen zumindest in einem Prototyp der Apple Watch getestet werden.










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