Neue Sicherheitslücke in iOS 12 erlaubt bei gesperrtem iPhone Zugriff auf Fotos
Eine neue Sicherheitslücke in iOS 12 erlaubt es im Sperrbildschirm auf die gespeicherten Bilder zuzugreifen. Wie die Lücke im Detail aussieht hat Sicherheitsexperte Jose Rodriguez in einem Video festgehalten.

iOS gilt allgemein als sehr sicheres Betriebssystem. Selbst wenn eine Sicherheitslücke bekannt wird ist es in den meisten Fällen so dass dem Otto-Normalanwender der Fehler nicht auffällt oder er ihn gar selber anwenden kann. So auch bei der aktuellen Lücke die es erlaubt, vom Sperrbildschirm aus ohne einen Code eingeben zu müssen auf die gespeicherten Bilder und die Kontakte zuzugreifen.
Dazu muss ein potentieller Angreifer allerdings physisch Zugriff auf das Gerät haben und die Telefonnummer der eingelegten SIM-Karte kennen. Den Bug kann man nämlich nur ausnutzen wenn man eine SMS an das iPhone schickt, auf die man antworten muss. Zusätzlich müssen mehrere Funktionen wie Voice Over und Siri aktiviert werden. Nach mehreren Taps und Wischern kombiniert mit Siri und Voice Over erhält man schließlich Zugriff auf die Kontakte und die Fotos. Letztere können dann auch nicht direkt betrachtet werden, erst am Ende in der fertigen Antwort-SMS erhält man einen Einblick auf die Bilder. Den genauen Ablauf des Hacks kann man sich auf dem YouTube-Kanal von Jose Rodriguez ansehen.
Ein ähnliches Leck wurde mit dem Release von iOS 12.0.1 bereits gefixt. Um dieses auszunutzen war noch ein zusätzlicher eingehender Anruf auf dem zu hackenden Gerät notwendig. Die aktuelle Sicherheitslücke ist Apple bekannt und wird aller Voraussicht nach mit iOS 12.1 behoben.
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