Neuer Bericht von Ming-Chi Kuo: Apple startet die Produktion von AR-Headsets spätestens im Sommer 2020
Zu Apples Plänen, eine AR-Brille auf den Markt zu bringen, gibt es neue Informationen. Der renommierte Analyst Ming-Chi Kuo hat gegenüber 9to5mac verlauten lassen, dass Apple spätestens im zweiten Quartal 2020 mit der Massenproduktion von AR-Headsets beginnen will.

Augmented Reality ist bei Apple ein großes Thema. CEO Tim Cook sieht in der Technik die Zukunft und erwähnt bei jeder passenden Gelegenheit, wie wichtig dem Konzern die erweiterte Realität ist. Mit dem Release von iOS 11 im September 2017 machte Apple den Anfang und schuf mit dem iPhone und dem iPad die aktuell größte Augmented-Reality-Plattform.
Die Entwicklung einer eigenen AR-Brille scheint der nächste logische Schritt. In der Vergangenheit gab es schon mehrere Meldungen über Gespräche mit Lieferanten für entsprechende Linsen, und vor gut einem Jahr wurde mit 2020 sogar ein möglicher Termin für die Markteinführung genannt.
Letzteres wurde jetzt von Ming-Chi Kuo in einem Bericht von 9to5mac bestätigt. Der Analyst, der für seine passablen Prognosen bekannt ist, spricht in dem Papier davon, dass Apple mit der Produktion seiner AR-Brille schon zum Ende dieses Jahres starten würde. Spätestens jedoch bis zum zweiten Quartal 2020 soll die Massenproduktion anlaufen, was darauf schließen ließe, dass Apple das Headset auf der Herbst-Keynote nächstes Jahr offiziell vorstellen könnte.
AR-Brille wie Apple Watch mit dem iPhone gekoppelt
Allerdings fügt Kuo an, dass Apples erstes AR-Headset kein Stand-alone-Produkt sein wird. Ähnlich wie es bei der Apple Watch der Fall ist, wird die AR-Brille mit einem iPhone gekoppelt. Auf diesem sollen dann sämtliche Berechnungen ausgeführt werden, was Apple erlaubt, die Brille im Vergleich zur Konkurrenz besonders leicht und elegant zu designen.
Konkret spricht Kuo vom iPhone als Basisstation, über welches das Headset zum Beispiel Zugang zum Internet herstellt. Ebenso sollen die Ortungsdienste und die Routinen zum Rendern des Bildes auf dem iPhone stattfinden - die AR-Brille dient dann quasi als AR-Anzeigegerät für das iPhone und könnte als erweiterter Bildschirm dessen betrachtet werden.
Über ein ähnliches Konzept haben wir bereits Ende April letzten Jahres berichtet. Damals war in einem von CNET veröffentlichten Artikel von einer kleinen Box die Rede, die mit einer AR-Brille verbunden war. Für das Apple-intern "T288" getaufte Projekt ging man in der Meldung ebenfalls von der Präsentation im Jahr 2020 aus.
Vom iPhone-Hersteller selbst gibt es zum Thema AR-Brille aktuell noch kein offizielles Statement. Wir möchten aber betonen, dass Ming-Chi Kuo in den letzten Jahren mit seinen Einschätzungen und Analysen eine sehr hohe Trefferquote hatte, was u. a. seinen guten Kontakten zu Apple und der Zulieferindustrie geschuldet ist.
Wir sind gespannt, ob Apple vielleicht schon während der iPhone-Keynote im September einen kleinen Ausblick auf das AR-Headset geben wird und bleiben für euch auf jeden Fall am Thema dran. In unserer Bildergalerie seht ihr ein Konzeptdesign, das vor gut einem Jahr auf idropnews veröffentlicht wurde.
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