Neues soziales Netzwerk Vero macht Konkurrenz
Das soziale Netzwerk Vero hat in den letzten Tagen für ordentlich Wirbel gesorgt. Grund dafür war der offizielle Launch des bereits dreijährigen Startups, welches dabei auf eine offensichtlich erfolgreiche Marketing-Strategie gesetzt hat.

Soziale Netzwerke gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Einige sind seit Jahren erfolgreich wie Facebook, Instagram und seit einiger Zeit auch Snapchat. Andere sind genauso schnell wieder in der Versenkung verschwunden, wie diese aufgekommen sind. So ICQ oder auch StudieVZ. Nun schickt sich ein weiterer Kandidat an, sich am hart umkämpften Markt der sozialen Netzwerke zu messen und will dabei ganz anders sein. Vero wirbt dem Slogan "True Social" und möchte damit wohl zum Ausdruck bringen, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Jeder Facebook-Nutzer wird dieser Idee wohl zustimmen. Denn zuviel Werbung und uninteressante Posts tauchen wirr zusammengestellt auf der Timeline auf. Das nervt nicht nur, sondern man verliert auch schnell die Übersicht. Vero geht dabei einen ganz anderen Weg. Werbefrei soll das neue soziale Netzwerk daherkommen und auch keine durch Algorithmen sortierte Timeline beinhalten. Diese Werbefreiheit bezahlt allerdings der Nutzer im wahrsten Sinne des Wortes. Denn für Vero soll zukünftig eine Gebühr fällig werden. Wie hoch diese sein soll ist bisher nicht bekannt, wird aber sicherlich der entscheidende Faktor über Erfolg oder Misserfolg werden.
Vero ist ein Projekt von dem libanesischen Milliardenerbe Ayman Hariri und so dürften bei der Entwicklung keine Kosten gescheut worden sein, zumal auch Apple seine Finger im Spiel hatte. Dies sieht man der Oberfläche auch an. Schlicht kommt diese daher, in moderner Farbgestaltung und übersichtlichem Design. Übersichtlich auch deshalb, da ein Netzwerk von seinen Nutzern lebt und eben diese noch nicht so zahlreich vertreten sind. Zwar hatte Vero mit seinem Angebot die ersten 1 Mio. Nutzer, mit einer lebenslangen kostenfreien Nutzung zu beschenken, für einen ordentlichen Run auf das Netzwerk gesorgt und die Marke bereits geknackt, doch dieser rapide Anstieg muss auch weiterbehalten werden. Ansonsten ist zu erwähnen, dass man in Vero nur Posten kann, sofern man ein Bild, Link, Musik oder eine Ortsangabe hinterlegt. Einfaches Schreiben ohne diese mit dem oben genannten zu verbinden ist nicht möglich. Zudem kann relativ einfach bestimmt werden, wer was von einem erfährt. Denn seine Follower lassen sich kategorisieren in Bekannter, Freund oder enger Freund.
Zur Zeit ist Vero sicherlich einen Blick wert, gerade weil momentan die Nutzung noch für alle Nutzer kostenfrei ist. Da sich dies aber bald ändern wird, bleibt abzuwarten wie überzeugend Vero seine Versprechen umsetzt und die Nutzer auch mit Gebühr dem Startup treu bleiben.
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