Patentanmeldungen: Apple belegt 2021 Platz 7
Apple ist durchaus fleißig, wenn es darum geht Technologien oder Produkte mittels Patenteintragungen zu schützen. Im vergangenen Jahr belegt das Unternehmen aus Cupertino mit 2541 Patenten den siebten Platz.

Oftmals verraten Eintragungen beim Patentamt kommende Produkte oder neuartige Technologien. Der Sinn hinter solchen Eintragungen besteht darin, gewerbliche Schutzrechte für Erfindungen, Produkte oder einzelne Bauteile zu bieten. Wer eine neue Idee entwickelt und sich diese nicht schützen lässt, läuft Gefahr, dass die Konkurrenz diese kopiert und in eigenen Produkten zum Einsatz bringt. Dabei ist besonders problematisch, dass eigentlich unberechtigte Dritte die Erfindungen nutzen können, ohne eigene Forschung oder Investitionen betrieben zu haben.
Der Patentmarkt hat sich dabei im Laufe der Zeit stark gewandelt. Während in der Vergangenheit häufig Markennamen und Produkte zur Eintragung vorgelegt wurden, zielen viele Unternehmen mittlerweile darauf ab, innovative Technologien zu entwickeln und anschließend schützen zu lassen. Wer diese Technologie dann für eigene Entwicklungen nutzen möchte, ist zur Zahlung einer entsprechenden Lizenzgebühr verpflichtet. Je mehr Patente ein Unternehmen anmeldet, umso weniger Spielraum bleibt der Konkurrenz, um eigene Ideen zu entwickeln. Experten vergleichen diese Situationen mit einem Tretminenfeld.
Cupertino gilt in Sachen Patentanmeldungen als besonders umtriebig. Häufig berichten wir über eingetragene Schutzschriften, die der iPhone-Hersteller beim zuständigen Patentamt anmeldet. Im vergangenen Jahr belegte Apple den siebten Platz der Unternehmen, mit den meisten zugesprochenen Schutzschriften.
Viel Arbeit für Patentämter in 2021
Jedes Jahr werden sämtliche Patentanmeldungen ausgewertet und entsprechenden Global Playern zugeordnet. Dabei fällt auf, dass sich IBM schon lange nicht mehr von der Spitze verdrängen ließ. Auch wenn das Unternehmen seit dem Ausstieg aus dem PC-Endkundengeschäft für Endverbraucher kaum wahrnehmbar ist, betreibt IBM nach wie vor starke Forschungsarbeit und steht dadurch im Jahr 2021 mit 8682 zugesprochenen Patenten erneut auf Platz 1.
Grundsätzlich gilt folgende Faustregel als Indikator für eine Platzierung auf den oberen Plätzen: Je breitgefächerter das Geschäftsfeld der Hersteller ist, desto mehr Eintragungen können die Unternehmen auf sich vereinen. Im Jahr 2021 sehen die Platzierungen folgendermaßen aus:
- IBM: 8682 Patente
- Samsung: 6366 Patente
- Canon: 3021 Patente
- TSMC: 2798 Patente
- Huawei: 2770 Patente
- Intel: 2615 Patente
- Apple: 2541 Patente
- LG: 2487 Patente
- Microsoft: 2418 Patente
- Qualcomm 2149 Patente
Auf Platz 13 befindet sich erneut Samsung mit 1975 Patenten, gefolgt von Amazon mit 1942 Patenten auf Platz 14. Die Suchmaschine Google findet sich auf Platz 18 mit 1493 Schutzschriften wieder.
Samsung hält die meisten Patente
Da Apple erst mit der Vorstellung des ersten iPhones verstärkt Patentanmeldungen vornahm, kommt das Unternehmen aus Kalifornien in der Gesamtwertung aller Jahre nur auf den 37. Platz. Das erste Unternehmen aus Deutschland ist die Robert Bosch GmbH und liegt mit 35169 zugesprochenen Patenten auf Platz 12. Siemens folgt dicht dahinter mit 33877 Patenten auf Platz 14.
- Samsung Electronics: 90416 Patente
- Chinese Academy of Sciences: 78415 Patente
- Midea Group: 58495 Patente
- Huawei: 48307 Patente
- China Petrochemical: 45362 Patente
- China State Construction Engineering: 42715 Patente
- Gree Electric Appliances: 42077 Patente
- IBM: 41937 Patente
- Canon: 40706 Patente
- Panasonic: 37538 Patente
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