Potente GPU im M1-Chip: Grafikchip im ersten "Apple Silicon" schneller als eine Nvidia GTX 1050 Ti
Die CPU-Leistung des Apple M1-Chips kann man dank den Benchmarks bei Geekbench mittlerweile gut einschätzen. Doch wie sieht es mit der Performance der integrierten Grafikeinheit aus? Erste Tests bescheinigen der GPU im M1 eine überraschend hohe Rechenleistung.

Aus dem Benchmark des ersten MacBook Air mit ARM-Prozessor konnte man ablesen, dass Apple mit dem M1 einen sehr potenten Chip entwickelt hat. Die auf Geekbench veröffentlichten Werte wird das MacBook Pro dank der aktiven Luftkühlung noch einmal übertreffen, da das besser gekühlte System des Pro den hohen Takt des M1 länger halten kann.
Zur integrierten Grafikeinheit des M1-Chips gab es bisher keine Berichte oder Benchmarks. Mit dem Tool GFXBench in der Version 5.0 wurden nun erste Tests gefahren. Die Software ist wie Geekbench plattformübergreifend, weshalb man die erreichten Punktzahlen gut miteinander vergleichen kann. Die Benchmarks wurden allerdings mit der Metal-Engine erstellt.
Schneller als die GTX 1050 Ti & die Radeon RX 560
Im Vergleich mit älteren Grafikkarten, die allerdings dediziert sind und sowohl über eine eigene Kühlung als auch über eigenen RAM verfügen, schlägt sich die im Apple Silicon integrierte GPU fast schon überragend. Auf der Webseite von GFXBench ist ein Test des M1-Chips, besser gesagt der Onboard-GPU mit acht Kernen gelistet.
Bei Tom’s Hardware hat man die dort geposteten Ergebnisse des M1 denen einer Radeon RX 560 und einer Nvidia GTX 1050 Ti gegenübergestellt. In nahezu allen Bereichen, in denen die Tests von GFXBench ablaufen, weist der M1 die Karten von Radeon und Nvidia in ihre Schranken. Da sich mit der GTX 1050 Ti beispielsweise - trotz des relativ hohen Alters - viele aktuelle Games immer noch gut spielen lassen, kann man davon ausgehen, dass Nutzer, die gerne Computerspiele spielen, auch mit dem neuen MacBook Air auf ihre Kosten kommen.
Erst Ende August wurde bekannt: Apple arbeitet neben seinen mobilen Geräten und dem Mac mittlerweile auch an einer eigenen dedizierten Grafikkarte. Betrachtet man die Leistung der Grafikeinheit im M1-Chip, kann man davon ausgehen, dass künftigen Apple-Grafikkarten (aktueller Codename "Lifuka") durchaus mit den High-End-Karten von Nvidia oder denen anderer Hersteller mithalten können.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Mac News.

Apple-Manager erklärt den Boom des Mac mini für KI-Agenten
Doug Brooks von Apple Silicon erläutert, warum Mac mini und Mac Studio zum Standard für autonome KI-Agenten werden. Gleichzeitig skizziert er Apples Strategie für lokale KI und den ganzheitlichen Ansatz bei den Chips.

Apple testet 2027 neue iPad-Pro-Modelle und MacBook-Pro-Designwechsel
Apple arbeitet laut Berichten an vier neuen iPad Pro-Modellen für den Frühling 2027 und einem überarbeiteten 14-Zoll-MacBook Pro. Der Nachfolger-Chip M7 soll die Geräte bereits im ersten Halbjahr ausrüsten.

A20 Pro: Neue Chip-Technik soll iPhone 18 Pro schneller und kühler machen
Neue Bilder des iPhone 18 Pro-Motherboards geben Einblicke in den kommenden A20 Pro-Chip. Apple setzt dabei auf eine grundlegend veränderte Packaging-Methode, die sowohl die Performance als auch das Wärmemanagement verbessern soll.

Mac Studio mit M5 Ultra: Oktober-Termin, moderate Leistungssteigerung und Preisschock
Apple plant das Mac Studio mit dem M5 Ultra für Oktober 2026. Lieferengpässe bei Speicherchips und deutliche Preiserhöhungen werfen jedoch Fragen nach Verfügbarkeit und Kosten auf.

Apple plant M6-Chips wohl ohne Pro- und Max-Varianten
Apple bricht mit seiner seit 2020 bestehenden Chip-Strategie und setzt bei der M6-Generation auf eine vereinfachte Produktlinie, während der Fokus bereits auf der KI-optimierten M7-Reihe liegt.

M6-Chip debütiert im Herbst 2026 mit neuem MacBook Ultra
Apple plant für den Herbst 2026 die Einführung der M6-Chip-Generation. Im Mittelpunkt steht ein neues High-End-Notebook namens MacBook Ultra mit Touchscreen und OLED-Display.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.