Produktion des iPhone 14 liegt trotz Komponentenmangel im Zeitplan
Die Lage auf dem Weltmarkt ist weiterhin angespannt, elektronische Komponenten sind derzeit noch rar. Auf die Produktion des iPhone 14 soll das aber keinen Einfluss haben.

Bis Apple das iPhone 14 vorstellt, ist es nicht mehr lange hin. Am Montag wurde bekannt, dass die Testproduktion läuft und mit dem Beginn der Massenfertigung im August gerechnet wird. Im Moment haben viele Hersteller von elektronischen Produkten immer noch mit Lieferengpässen beim Einkauf von Komponenten zu kämpfen.
Das lag zuletzt vor allem an den Lockdowns in China. Rund um die Region von Shanghai haben mehr als die Hälfte der chinesischen Apple-Zulieferer ihre Werke, wo die Fertigung seit dem Frühjahr viele Wochen lang stillstand. Der Analyst Ming-Chi Kuo sieht die Lieferkette von Apple weiterhin mit Problemen konfrontiert, prognostiziert aber nur begrenzte Auswirkungen auf die anstehende Massenproduktion des iPhone 14.
Lieferengpässe beim RAM
Konkret nennt Kuo in einem kurzen Statement auf Twitter den Arbeitsspeicher sowie die Bildschirme der nächsten iPhone-Generation als mögliche Problemfälle. Für den RAM sieht Kuo aber Entspannungen auf dem Markt. Samsung sei im dritten Quartal 2022 eines der wenigen Unternehmen, das ausreichende Stückzahlen in Form von LPDDR5-Speicher liefern könne. Für die Produktion des iPhone 14 wäre die Menge allerdings ausreichend.
Später in diesem Jahr bezieht Apple zudem RAM-Speicher von Micron Technology Inc. und SK Hynix. Während man bei Micron nach Samsung und den anderen Fertigern mit der Zertifizierung der Produktion begonnen habe, gab es bei SK Hynix Probleme bei der Qualität. Im vierten Quartal sollte bei beiden Herstellern die bestellten Chargen vom Band laufen.
Displayproduktion ebenfalls gesichert
Die Bildschirme der vier Modelle des iPhone 14 kommen von Samsung, LG Display und BOE Technology. Bei letzterem Unternehmen kam es erst kürzlich zu einem Eklat, weil der Zulieferer eigenmächtig die Spezifikationen der für Apple gefertigten iPhone-13-Displays geändert hat, um die Ausbeute bei der Produktion zu erhöhen.
BOE hat aber die neuen Zertifizierungen bestanden und darf folglich weiter für Apple produzieren. Das kommt Cupertino jetzt zugute, denn LG Display hat ebenfalls Probleme bei der Produktion angemeldet. BOE kann zusammen mit Samsung jedoch die Versorgungslücke schließen, sodass fehlende Display-Panels für die Massenproduktion des iPhone 14 kein Hindernis darstellen.
Der Zeitplan
So wie es aussieht, liegt Apple also im Moment noch voll im Zeitplan. Wir erwarten die Präsentation der neuen iPhone-Flaggschiffe Mitte September. Dann werden wir, wie in den letzten zwei Jahren, wieder vier neue Geräte zu sehen bekommen:
- iPhone 14
- iPhone 14 Max (oder "Plus")
- iPhone 14 Pro
- iPhone 14 Pro Max
Aufgrund der Inflation sowie den enorm angestiegenen Kosten bei den Materialien sowie der Energie rechnen Experten und Fachpresse mit deutlich teureren Preisen. Es könnte sein, dass das günstigste iPhone 14 in der Basiskonfiguration für 999 Dollar verkauft wird.
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