Projekt Kalamata: Apple plant eigene Mac-Prozessoren ab 2020
Apple will in Zukunft beim Mac wieder auf Prozessoren aus eigener Herstellung setzen. Beim Nachrichtenportal Bloomberg hat man nun konkrete Pläne für den Umstieg veröffentlicht.

In den ersten Macintosh-Computern fanden sich Prozessoren von Motorola, später auch von IBM. Motorola konzentrierte sich später auf das Geschäft mit Mobiltelefonen und die PowerPC-Prozessoren von IBM waren leistungstechnisch nicht das was Apple erwartete. Ersatz musste gefunden werden, und so verbaut Apple seit Januar 2006 in seinen Macs CPUs von Intel, was sich bis zum heutigen Tag nicht geändert hat.
Die Partnerschaft zwischen Intel und Apple hat viele Vor- und Nachteile: Apple muss sich nicht um die Fertigung und Entwicklung neuer Chips kümmern, ist dafür aber im Gegenzug vollständig auf die Roadmap von Intel angewiesen und hat wenig Einfluss auf die Hardware. Zudem sind die Intel-Prozessoren im Mac nicht voll kompatibel mit den iOS-Geräten wie iPhone und iPad.
Wie Mark Gurman und Ian King bei Bloomberg von Insidern erfahren haben möchte Apple bis zum Jahr 2020 seine Macs mit eigenen Prozessoren ausstatten und auf die Intel-Chips verzichten. Das Projekt wurde bereits von führenden Apple-Managern abgesegnet und läuft unter dem Codenamen „Kalamata". Der Übergang von Intel- auf Apple A-Prozessoren soll dabei in mehreren Schritten vonstatten gehen. Denkbar wäre auch der Einsatz eines Emulators wie damals in der Übergangszeit von PowerPC- auf Intel-CPUs.
Die Nachricht hat an der Börse für Intel bereits Verluste beschert: Nach Bekanntwerden der Meldung ist der Kurs der Intel-Aktie um 9,2% gefallen - Apple liefert Intel etwa fünf Prozent des jährlichen Umsatzes.
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