Recht auf Reparatur: Apple versucht Verbraucherschutzgesetz zu verhindern
Mit dem schnellen technischen Fortschritt ist die Reparatur von elektronischen Geräten durch den Nutzer oder andere unautorisierte Personen etwas aus der Mode gekommen. Speziell bei Geräten wie Smartphones machen die Hersteller die Reparatur auch nicht unbedingt leicht für den Nutzer, und Fachseiten wie iFixit beschäftigen sich speziell mit der Reparatur und der Reparaturfreundlichkeit von Konsumelektronik.
Apple liegt hier mit seinen iPhones eher im Mittelfeld, also etwa bei 6 von 10 möglichen Punkten. Schlechter sieht es bei den iPads aus, wo Apple fast ausnahmslos nur 2 bis 3 Punkte erreicht. Apple behindert nämlich die Reparatur durch den Einsatz von verschiedenen speziellen Schraubenarten, versteckten Schrauben und großzügigen Einsatz von Klebstoff. SMD-Lötverbindungen statt Steckern sind auch nicht reparaturfreundlich.
Das passt auch zu Apples Einstellung bezüglich eines neuen Verbraucherschutzgesetzes im US-Bundeststaat Nebraska. Laut einer Quelle des Magazin Motherboard werde Apple dort mit einem Lobbyisten gegen das "Recht auf Reparatur"-Gesetz Stellung beziehen. Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass Hersteller Ersatzteile und Reparaturanleitungen auch öffentlich zugänglich bereit stellen müssen.
Neben Apple soll auch der Mobilfunkanbieter AT&T sich gegen das Gesetz aussprechen und eines der Argumente soll dieses Mal sein, dass Nutzer bei der Reparatur einen Akkubrand auslösen könnten. Bei einem ähnlichen Fall in Minnesota argumentierten Industrievertreter, dass sich Nutzer bei der Reparatur am kaputten Displayglas schneiden könnten. Passend dazu hat Apple letztes Jahr zusammen mit IBM und anderen Herstellern in New York ein ähnliches Gesetz verhindert.
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