Sammelklage: Apple wird vorgeworfen Nutzer mit verbuggtem FaceTime zum Update auf iOS 7 gezwungen zu haben
Laut einer neuen Sammelklage in den USA zwang Apple Nutzer von iOS 6 zum Update auf iOS 7, indem mit Absicht Fehler in FaceTime unter iOS 6 eingebaut wurden. Dadurch wollte Apple Geld sparen, welches damals für hohe Datengebühren bezahlt wurde. Mit dem Update wurden aber alte Geräte praktisch unbrauchbar, so der Vorwurf der Kläger.
Als sehr großes und weltweit tätiges Unternehmen ist Apple immer wieder Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, natürlich auch Klagen von Nutzern. Ab und zu kommen hier dann auch größere Prozesse zusammen, genauer gesagt Sammelklagen. Genau das ist nun auch wieder der Fall in den USA, wo Nutzer gegen Apple klagen, sie zum Update auf iOS 7 gezwungen zu haben, was ihre alten iOS-Geräte mehr oder weniger unbrauchbar werden ließ.
Das soll Apple mit Hilfe von verbuggten Versionen von FaceTime erzwungen haben. So hatte Apple damals für FaceTime zwei Technologien eingesetzt, die dann aber für Apple unattraktiv wurden. Die erste Technologie setzte auf Peer-to-Peer-Technologie und verletzte laut einem Gerichtsentscheid gegen Patente des Unternehmens VirnetX, welches abgesehen davon als Patenttroll gilt. Apple weichte dann auf eine andere Verbindungsart zwischen den Geräten aus, welche Server des Anbieters Akamai nutzten.
Dadurch fielen aber für Apple sehr hohe Datengebühren an, 8,3 Millionen US-Dollar pro Monat. Apple suchte also nach einem Weg die Kosten zu reduzieren und implementierte die Lösung dann auch in iOS 7. Laut der Anklage zwang Apple dann die Nutzer von iOS 6 zum Update auf iOS 7, indem in FaceTime absichtlich Bugs eingebaut wurden. Nachdem Update wurden aber alte Geräte wie das iPhone 4 und das iPhone 4s laut den Klägern mehr oder weniger unbenutzbar.
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