Samsung-Smartphone des Trump-Attentäters wurde in 40 Minuten vom FBI geknackt
Das Smartphone des Trump-Attentäters wurde geknackt und ausgewertet. Das FBI bediente sich beim Entsperren des Samsung-Handys dem "Cracking Kit" von Cellebrite, das nach einem Software-Update kein Problem mit dem Entsperrvorgang hatte.

Vor gut einer Woche kam es während einer Veranstaltung der Republikaner in Bethel Park, Pennsylvania zu einem Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Der Attentäter Matthew Crooks traf Trump am Ohr und wurde kurz darauf erschossen. Die Beschlagnahmung und Auswertung des Smartphones des Schützen fiel in die Zuständigkeit des FBI.
Die Bundesbehörde gab nun bekannt, dass man das Gerät, bei dem es sich um ein neueres Smartphone der Marke Samsung handeln soll, geknackt hat. Im Moment ist man dabei, die Daten auszulesen. Setzt man die Puzzleteile Stück für Stück zusammen, ergibt sich am Ende vielleicht ein Bild, was auf das mögliche Motiv des Attentäters schließen lässt.
FBI nutzt das Cracking Kit von Cellebrite
Mit Bloomberg sprach das FBI über den Vorgang. Man hat demnach versucht, das Smartphone von Crooks mit dem Cracking Kit von Cellebrite auszulesen. Nachdem der erste Versuch gescheitert war, wandte sich die Behörde demnach direkt an das israelische Unternehmen, das mehrere US-Bundesbehörden mit Technologie beliefert, und bat um Hilfe.
Nach wenigen Stunden erhielten die Agenten vom FBI in Quantico die Vorab-Version einer neuen Software, die sich bei Cellebrite noch in der Entwicklung befindet. Wie die Washington Post berichtet, dauerte der Entsperrvorgang nach dem Software-Update nur 40 Minuten. Die Cellebrite-Software nutzt dabei verschiedene Methoden, u. a. wird auch der Mechanismus blockiert, der wiederholte Eingaben des Passworts eigentlich verhindern soll. Gleichzeitig wird das Gerät dann via Brute Force mit Millionen von Codes geflutet.
Was bisher auf dem Smartphone gefunden wurde
Nachdem das FBI Vollzugriff auf das Samsung-Smartphone von Crooks hatte, begann das Auslesen der Daten. Der Spiegel schreibt, dass sich der Attentäter penibel auf seine Tat vorbereitet hatte. So fanden sich in der Fotogalerie nicht nur Bilder von Trump. Auch US-Präsident Joe Biden, FBI-Direktor Christopher Wray und US-Justizminister Merrick Garland waren vertreten.
Durchsucht wurde auch der Browser, um zu prüfen, mit welchen Begriffen zuletzt gesucht wurde. Gefunden wurden dabei nicht nur Hinweise auf die Wahlkampfauftritte von Trump. Er recherchierte auch zu den Demokraten, wo sein Hauptaugenmerk auf dem Ort und dem Zeitpunkt der Ernennung des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten lag. Außerdem suchte der Schütze im Netz wohl nach Informationen über eine depressive Erkrankung.
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