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Snapchat unterstützt den internationalen Kampf gegen COVID-19 mit neuen AR-Linsen

Alle Mittel zählen - im weltweiten Kampf gegen die Pandemie geben sowohl Regierungen als auch Firmen was sie können, neu nun auch Snapchat mit einem einzigartigen Feature.

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AppTickerTeam
08.04.20204 Min. Lesezeit
Snapchat unterstützt den internationalen Kampf gegen COVID-19 mit neuen AR-Linsen
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An den Frontlinien gegen die Coronavirus Pandemie werden jegliche Mittel für die medizinischen Hilfskräfte und Wissenschaftler dankend angenommen, sowohl Ausstattung zur Vermeidung weiterer Infektionen als auch rein monetäre Mittel. Apple legt in diesem Thema deutlich vor, in dem es in den letzten Wochen knapp 20 Millionen N95 Schutzmasken an Krankenhäuser und Gesundheitsinstitute gespendet hat und weitere Millionen an schützenden Gesichtsschirmen entwickelt und ausliefern lässt. Jedoch ist Apple nicht allein in dem weltweiten Aufwand, und Konkurrenten wie Samsung müssen sich mit gespendeten Fonds von über 20 Millionen US-Dollar an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ebenfalls nicht verstecken. Dieser Riege an unterstützenden Unternehmen tritt nun die unabhängige Messaging-App Snapchat bei, welche jedoch keine direkten Spenden vorweist sondern mit einer cleveren Idee ihre Nutzer dazu ermutigen will, dem Aufwand ebenfalls beizusteuern.

AR-Funktionalität umgerüstet um Achtsamkeit zu schaffen

Ähnlich wie Niantics Pokémon GO verfügt Snapchat über die native Implementierung von Augmented Reality. Speziell hierbei benutzt die App sogenannte AR-Linsen, welche es ermöglichen interaktive Filter auf die Umgebung anzuwenden. Bislang wurden diese Linsen größtenteils für die von Snapchat selbst entworfenen Avatare, sogenannte Bitmojis, benutzt um diese mittels der Kamera auf Objekte zu werfen und zu beobachten. Mit den neu hinzugefügten AR-Linsen werden diese Avatare jedoch außen vor gelassen - stattdessen kann der Nutzer einen Geldschein seiner eigenen Währung scannen.

In dem der Nutzer einen Schein seiner Währung, unter zurzeit 33 unterstützten Ländern, mit der Linse scannt, tauchen neue Illustrationen über dem Schein auf. Diese zeigen verschiedene Nutzungsmöglichkeiten einer Spende an, darunter die Aufrechterhaltung von Krankenhäusern und die Unterbringung von Patienten, die Versorgung an medizinischen Schutzmitteln oder die Beschleunigung und Unterstützung der medizinischen Forschung. Der Nutzer muss hier nur seinen Finger für ein paar Sekunden auf dem Bildschirm halten, damit die Linse auftaucht. Ein Link zu der Webseite der WHO ist direkt unter der Illustration eingebettet, und beim Klicken dieses Links kann der Nutzer einfach mit seiner Kreditkarte die gewünschte Spende leisten.

Ein Publikum wie keine andere App

Snapchat macht mit dieser Funktion von dem riesigen Publikum an Nutzern Gebrauch, welche die App aktiv gebrauchen - im Januar lag die Zahl an aktiven monatlichen Nutzern bei 380 Millionen. Die große Mehrheit an Nutzern liegt hier zwischen dem 19. und 25. Lebensjahr, was diese die Zielgruppe macht, die am meisten von der neuen Funktion angesprochen werden könnte; eine Zielgruppe die sonst von keiner vergleichbaren App so gezielt angesprochen wird. Nach dem Einscannen eines Scheines können Nutzer natürlich ebenfalls das Foto oder Video mit ihren Freunden über die App teilen, um diese ebenfalls von einer Spende zu überzeugen. Speziell für Herausgeber von gesponsorten Stories ist es sogar möglich, einen Spenden-Link direkt in die Story mit einzubetten.

Diese Maßnahme ist ein nicht zu unterschätzender Schritt für die App im Kampf gegen COVID-19, da das Unternehmen selbst in einem gestern erschienenen Blog Post verkünden ließ, dass die Snapchat Calling Funktion der App, ein Substitut für Telefonanrufe zwischen Kontakten mit AR-Features, um ganze 50% im März gestiegen ist. Dies bestätigt dass die AR-Funktionalität von der relativ jungen Demografie ernst genommen und benutzt wird. Auch die bereits genannten Stories, speziell in Relation zu COVID-19, wurden laut Snapchat von "über 40% aller Gen Z in den USA" angeschaut. Dies sind keineswegs zu verspottenden Zahlen, und durch die neuen AR-Linsen könnte so Snapchats weites Publikum noch besser informiert und hilfsbereit werden.

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