Spatial Audio stößt bei Hörern auf großes Interesse
Etwas mehr als ein halbes Jahr nach dem Start von Spatial Audio zieht Apple eine positive Bilanz. Demnach konnte das Unternehmen durch die Aufwertung deutlich mehr Nutzer auf Apple Music verzeichnen.

Mit iOS 14 wurde Spatial Audio erstmalig im Sommer 2020 vorgestellt. Wer im Besitz von AirPods der dritten Generation, AirPods Pro oder AirPods Max ist, kommt in den Genuss von Spatial Audio: Der Nutzer hat dabei das Gefühl, dass die Töne aus unterschiedlichen Richtungen kommen. Dafür wird die Position der Kopfhörer im Bezug zum iPhone ermittelt. Dadurch erkennt das System wie der Anwender seinen Kopf hält und kann die Audioimpulse entsprechend steuern. Der Hörer erhält so das Gefühl, dass sich mehrere Tonquellen im Raum befinden.
Auf der Worldwide Developers Conference im vergangenen Jahr kündigte Apple schließlich die Unterstützung von Spatial Audio für Apple Music an, Ende Juni waren bereits einige tausend Musiktitel über Apple Music mit dem virtuellen 3D-Sound ausgestattet. In der Zwischenzeit dürfte sich der Wert versiebenfacht haben, so eine Einschätzung von Billboard.
Mehr Aufrufe durch Spatial Audio
Mittlerweile liegt eine erste Einschätzung zur Entwicklung von Spatial Audio vor. Apple bestätigte gegenüber Billboard, dass Titel mit Unterstützung für Spatial Audio deutlich häufiger angeklickt werden. Hierfür nennt Apple auch einige Beispiele. Die Aufrufe für den Titel "Lover" von Taylor Swift stiegen um satte 50 Prozent. Als Grundlage für die Einschätzung hat sich Apple die Aufrufzahlen vor und nach 8 Wochen nach der Umstellung auf Spatial Audio ausgewertet.
"When We All Fall Asleep, Where Do We Go" von Billie Eilish erzielte durch Spatial Audio 40 Prozent mehr Klicks, bei "Starboy" von The Weeknd sind es immerhin 20 Prozent. Auch wesentlich ältere Lieder erfuhren durch die neue Musikqualität einen spürbaren Aufschwung. "Here Comes the Sun" von den Beatles kann ebenfalls um 50 Prozent gestiegene Aufrufe vorweisen.
Lossless bleibt Nischenprodukt
Mit der Entwicklung von Lossless Audio geben sich die Verantwortlichen von Apple dagegen noch nicht zufrieden. Oliver Schusser ist Leiter von Apple Music und der Beats-Sparte und erklärt gegenüber Billboard, dass er Apple Lossless (noch) als ein Nischenprodukt sehe.
Als Grund nennt Schusser den überwiegenden Teil der Nutzer, die kabellose Kopfhörer ihr Eigen nennen. Über Bluetooth lässt sich Hi-Res Lossless, also absolute verlustfreie Musik, noch nicht darstellen. Daher habe sich Apple vorrangig auf den 3D-Sound konzentriert, der sich auch über kabellose Kopfhörer umsetzen lässt. Die gestiegenen Hörerzahlen bestätigten Apple bisher in ihrer Entscheidung.
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