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SteamVR für macOS wird nach erfolgsarmen drei Jahren eingestellt

Nicht alle von Apples Projekten gehen so auf wie geplant, und SteamVR auf Mac gehört zu den kleinen Misserfolgen die das Unternehmen einstecken muss.

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AppTickerTeam
02.05.20204 Min. Lesezeit
SteamVR für macOS wird nach erfolgsarmen drei Jahren eingestellt
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2017 war ein großes Jahr für einen Mac-Besitzer, denn mit dem auf der Worldwide Developers Conference angekündigten macOS High Sierra kam so unter anderem erstmals potentielle Unterstützung von Virtual Reality Geräten für den Apple-Heimcomputer. Die damals neu verbaute Metal 2 Grafikengine war so in Kombination mit High Sierra machtvoll genug, um selbst die ressourcenfressenden Headsets mit voller Geschwindigkeit anwenden zu können. Besonders hat dies jedoch Valve angesprochen, Gründer der Videospiel-Vertriebsplattform Steam und Schöpfer von eigenen VR-Headsets namens SteamVR, und noch in der selben Konferenz hat Apple angekündigt, dass High Sierra speziell mit Valve, Unity und den Unreal Engines integriert werden soll. Dies hat dann noch im selben Jahr Form angenommen, und so haben die Unternehmen kooperiert um die VR System Development Kits komplett für Mac verfügbar zu machen. Vom Sommer 2017 bis jetzt hat so das macOS drei Jahre lang schon VR-Headsets unterstützen können, allerdings wird sich dies nun mindestens für Valve ändern, wie in einer neuen Pressemitteilung bekannt gegeben worden ist.

'Enttäuschend, aber nicht überraschend'

Nicht viel lässt Valve direkt über die Entscheidung wissen, die dazu geleitet hat dass die Unterstützung für SteamVR auf macOS mit den kommenden Updates für Steam eingestellt wird - gerade einmal drei kurze Sätze lässt das Unternehmen darüber bekannt geben, und selbst die Kategorie der Nachricht fällt unter 'Kleine Updates'. Eine minimale Erklärung wird für dieses Update gegeben, nämlich dass sich Valve mehr auf SteamVR für Windows und Linux konzentrieren möchte, und es wird sonst nur eine alternative Route für SteamVR Besitzer aufgezeigt mit der das Gerät auf vergangenen Versionen trotzdem noch gebraucht werden kann.

Dies heißt jedoch ebenfalls, dass jene Besitzer keinen weiteren Zugriff auf neuere Versionen der Plattform haben können, wenn sie ihr Gerät benutzen wollen. Überraschenderweise wird dieses Update jedoch von vielen Nutzern in den Kommentaren als sehr positiv und als eine nötige Veränderung angesehen - 'mehr Ressourcen die auf bessere Systeme wie GNU und Linux verwendet werden' findet sich öfters als Punkt, während es für andere Nutzer 'enttäuschend, aber nicht überraschend ist'.

Ein winziger Anteil eines winzigen Anteils

Dass SteamVR für macOS ein scheiterndes Experiment darstellt, hat Valve bereits im März selbst bewiesen. Valve stellt so öfters Steam Hardware Surveys an die eigenen Nutzer um die Entwicklung von Projekten in bestimmte Richtungen zu lenken die am besten auf die Nutzer zugeschnitten sind, und so hat die neueste Umfrage im März 2020 ergeben, dass gerade einmal 1% aller Steam-Nutzer über ein VR-Headset verfügen. Damit jedoch nicht genug, denn von diesen 1% sind gerade einmal 4% auf einem Mac unterwegs, mit einem erschütternden 95%-Gegenstück an Nutzern von Windows - die ohnehin schon sehr kleine VR-Niesche besteht also nur mit einem winzigen Anteil aus macOS-Nutzern, was ein Bild davon schafft wie lukrativ das Projekt für Valve ist.

Es ist so vorstellbar, dass der Aufwand an Ressourcen und konstanter Entwicklung der macOS Plattform zu sehr an Valves Team zehrt, als dass es sich ansatzweise lohnt - also wird sich mit der Einstellung des Projektes auf ein vielversprechenderes Publikum umorientiert. Der Mac wird generell nur selten als Plattform für Gaming angesehen, was größtenteils an den Unterschieden des Betriebssystems und der einhergehend nötigen Umprogrammierung von Apps und Spielen liegt, also ist es kein Wunder dass die Nutzerzahl so gering ist wie Valve sie darstellt.

Laut sich wiederholenden Gerüchten könnte Apple jedoch an einer Standalone-Version eines eigenen Virtual Reality Headsets mit einem tentativen Veröffentlichungszeitraum von 2022 arbeiten, also wird sich diese Entwicklung auch auch lange Zeit gesehen wahrscheinlich nicht allzu negativ auf Apples Pläne auswirken.

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