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Steht der App Store in Russland vor dem Aus? App-Käufe schlagen fehl

In den vergangenen Tagen haben sich mehr und mehr ausländische Unternehmen aus Russland zurückgezogen. Auch Apple stellte den Verkauf von Produkten im größten Land der Welt ein. Nun gibt es weitere Anzeichen, dass auch der App Store in Russland bald nicht mehr erreichbar sein könnte. 

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AppTickerTeam
10.03.20223 Min. Lesezeit
Steht der App Store in Russland vor dem Aus? App-Käufe schlagen fehl
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Die von der Europäischen Union und anderen Staaten verhängten Sanktionen gegen Russland und seinen Machthaber Putin zielen allesamt darauf ab, die russische Wirtschaft zum Erliegen zu bringen. Das oberste Ziel dieser Maßnahmen ist, den Krieg in der Ukraine stoppen zu können, ohne aktiv an Kämpfen teilzunehmen. Bislang wurde das größte Land der Welt weitestgehend vom internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen.

Sämtliche ausländische Unternehmen haben ihre Aktivitäten in Russland eingestellt oder vorübergehend ausgesetzt. Neben Ikea, Starbucks, Visa oder Mastercard hat auch Apple seine Verkäufe in der russischen Föderation gestoppt. Seit Anfang März können Kunden vor Ort keine iPhones und andere Hardware mehr kaufen. Auch der Zahldienst Apple Pay wurde teilweise beschränkt. 

Der Dienst iCloud und der App Store standen den Kunden bisher vollumfänglich zur Verfügung. Zumindest beim Letztgenannten verdichten sich nun jedoch die Hinweise, dass Anwender in Russland bald schon keinen Zugriff mehr auf neue Anwendungen oder App-Aktualisierungen erhalten könnten. 

Kauf von Apps im App Store nicht möglich

Seit Kurzem stehen iPhone- und iPad-Besitzer in Russland vor dem Problem, dass sie in Apples digitalem Geschäft oder im iTunes Store weder Apps noch Filme kaufen können. Einem Bericht von iphones.ru zufolge werden die Anwendungen den Nutzern angezeigt. Sobald der Nutzer diese jedoch kaufen will, scheitert es im Anschluss an der Bezahlung. 

Hintergrund der Einschränkung sei demnach, dass russische Banken wie die Alfa-Bank, Sberbank oder Tinkoff-Bank keine Transaktionen bei Käufen von Guthabencodes durchführen und dem Betroffenen in diesen Fällen die Abwicklung verweigern. Es gibt außerdem Berichte, dass auch Geschenkkarten in vielen Geschäften nicht mehr verfügbar sind und sich diese auch nicht mehr einlösen lassen. 

Geplante Maßnahme von Apple?

Laut dem Bericht empfehlen die Banken ihren Kunden, Einkäufe im App Store über den eigenen Mobilfunkanbieter abwickeln zu lassen. Allerdings scheiterten an diesem Versuch ebenfalls die ersten Nutzer, sodass sich deshalb die Sorge verbreitet, dass Apple den Dienst in Russland gezielt einschränkt und eventuell schon bald komplett vom Netz nimmt. Daneben steht auch im Raum, dass es sich hierbei um Auswirkungen von Maßnahmen der Banken oder gar der russischen Regierung handeln könnte. 

Bislang haben sich aber weder Apple noch die Geldinstitute in Russland zu den bestehenden Einschränkungen offiziell geäußert. Erst vor wenigen Tagen hat Apple im russischen App Store die Möglichkeit zur Platzierung von Anzeigen bei Suchergebnissen eingestellt. 

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