Studio Display: Unterstützung für Siri, Kompatibilität zu iPads, Windows mit funktionalen Einschränkungen
Dass Apple ein neues 27" Display auf den Markt bringt, war eine der Kernaussagen der vergangenen Keynote. Im Nachgang sickern mehr und mehr Informationen zur technischen Ausstattung des neuen Bildschirms durch.

Wer am Dienstag auf die Vorstellung eines neuen iMac 27" mit Apple Silicon gehofft hat, wurde leider enttäuscht. Nicht nur, dass kein Nachfolger präsentiert wurde, auch der bisherige Intel-Mac wurde aus dem Online Store entfernt. Als Ersatz, so fern man dies so nennen möchte, hat Apple das neue Studio Display und einen Mac Studio präsentiert. Das Display misst ebenfalls 27 Zoll und kann mit einer 5K-Auflösung glänzen.
In einer Sache hinkt das Studio Display anderen Panels wie dem des neuen MacBook Pro allerdings hinterher. Beim neuen externen Bildschirm handelt es sich um ein herkömmliches LC-Display ohne Mini-LED. Auch die Bildwiederholrate lässt noch Sprünge nach oben zu. Beim Studio Display ist aktuell ab 60 Hertz Schluss.
Positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass sich das Display problemlos mit anderen Rechnern verbinden lässt, auch wenn Apple im Zuge der Veranstaltung mit weiteren Informationen dazu hinterm Berg hielt. Inzwischen kommen jedoch mehr und mehr Informationen zum Studio Display ans Tageslicht. Vor allem die Kompatibilität zu anderen Geräten dürfte eines der wichtigsten Anliegen vieler Nutzer sein.
Die meisten Macs werden mit dem Studio Display keine Schwierigkeiten haben, von den iPads werden hingegen nur wenige unterstützt. In Verbindung mit einem Windows-PC ist der Bildschirm nur eingeschränkt nutzbar.
Sprachassistenten Siri über das Display aktivieren
Im Studio Display befinden sich drei Mikrofone, wodurch Nutzer bei Anrufen oder Videokonferenzen deutlich besser zu verstehen sein sollen. Daneben gibt es jedoch noch eine weitere Funktion, für die die Mikrofone unerlässlich sind. Mit dem bekannten Sprachbefehl "Hey Siri" lässt sich der Assistent für jeden verbundenen Mac aktivieren. Davon eingeschlossen sind auch Macs, die eigentlich keine Unterstützung für Siri auf Zuruf bieten, unter anderem der Mac mini und der Mac Pro, so ein Bericht des Nachrichtenportals 9to5Mac.
Um den Bildschirm mit der neuesten Firmware zu versorgen, ist ein angeschlossener Mac zwingend erforderlich. Über diesen erhält der Nutzer einen Hinweis, dass eine neue Aktualisierung vorliegt. Dadurch wird die Aktualisierung mehrerer Displays gleichzeitig ermöglicht.
Bei der Einrichtung erscheint außerdem ein Hinweis zum Feature "Center Stage". Wer auf die Funktion verzichten möchte, kann das Kontrollzentrum bemühen und "Center Stage" an der entsprechenden Stelle deaktivieren.
Kompatibilität mit Hardware und Lieferzeiten
Das Studio Display versteht sich mit einer ganzen Reihe an Hardware, vorausgesetzt man hat macOS 12.3 auf seinem Rechner installiert. Folgende Geräte lassen sich mit dem Studio Display verbinden:
- MacBook Air (2018 und neuer)
- 13" MacBook Pro (2016 und neuer)
- 14" MacBook Pro (2021)
- 15" MacBook Pro (2016 und neuer)
- 16" MacBook Pro (2019 und neuer)
- Mac mini (2018 und neuer)
- 21,5" iMac (2017 und neuer)
- 24" iMac (2021)
- 27" iMac (2017 und neuer)
- iMac Pro (2017)
- Mac Pro (2019 und neuer)
- Mac Studio (2022)
Neben Macs lassen sich auch iPads mit iPadOS 15.4 mit dem Studio Display verbinden. Dazu zählen:
- iPad Air (2022)
- 11" iPad Pro (alle Modelle)
- 12,9" iPad Pro (2018 und neuer)
Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass Firmware-Updates über das iPad nicht möglich sind. Außerdem können die Tablets nicht auf die im Display verbaute Kamera zugreifen. Um das Display in ausreichender Menge mit Daten versorgen zu können, ist mindestens USB 3.1 Gen 2 gefordert. Aus diesem Grund ist zum jetzigen Zeitpunkt nur eine überschaubare Menge an Tablets zum Studio Display kompatibel.
Gegenüber The Verge hat Apple zudem bestätigt, dass sich auch Windows-PCs mit dem Studio Display verbinden lassen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Thunderbolt-Anschluss am PC. Während die Mikrofone, die Lautsprecher und die Kamera über den Windows-PC angesteuert werden können, bleiben andere Funktionen ausschließlich Macs vorbehalten. Dazu zählen Center Stage, 3D-Audio mit Dolby Atmos und Siri.
Wer sich für das neue externe Display von Apple interessiert, muss inzwischen mit langen Lieferzeiten rechnen. Sowohl die Konfiguration mit Standard- als auch mit Nanotexturglas kann von Apple frühestens in 8 bis 10 Wochen geliefert werden.
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