Universal Forensic Extraction Device ermöglicht angeblich Zugriff auf gesperrte iOS-12-Geräte
Es ist wieder ein Tool auf dem Markt, mit welchem Ermittler auf gesperrte iOS-Geräte zugreifen können: Das Universal Forensic Extraction Device des IT-Sicherheitsanbieters Cellebrite erlaubt angeblich das Kopieren von Daten von gesperrten iPhones und iPads.

Vor gut einem Jahr machte der Hersteller von Sicherheitstechnik Grayshift auf seine GrayKey-Box aufmerksam, mit der Ermittlungsbehörden auf gesperrte iPhones zugreifen konnten. Im Vergleich zur Hardware von anderen Anbietern war die Box verhältnismäßig günstig zu haben: Für knapp 30.000 Dollar konnten sich Behörden die GrayKey-Box in ihr Labor holen.
Mit dem USB Restricted Mode unter iOS 12 hat Apple die Lücke geschlossen, die man bei Grayshift zum Hacken der iPhones ausnutzte. Im Zusammenspiel mit iPhones war die GrayKey-Box nutzlos.
Jetzt hat sich der IT-Sicherheitsanbieters Cellebrite auf Twitter zu Wort gemeldet und preist dort sein Universal Forensic Extraction Device an. Laut den Angaben des Herstellers können mit dem Gerät und der dazugehörigen Software iPhones und iPads mit iOS 12.3 oder älter gehackt werden. Das Tool erlaubt das Auslesen und Kopieren aller auf dem iOS-Gerät gespeicherten Daten.
Der Otto-Normal-Nutzer muss allerdings keine Angst haben, dass seine Daten durch das Universal Forensic Extraction Device ausgelesen werden, denn Cellebrite verkauft seine Hardware ausschließlich an Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste. Zudem wird Apple hinter den Kulissen an einem iOS-Update arbeiten, welches den Zugriff durch das Universal Forensic Extraction Device auf iPhones und iPads künftig verhindert.
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