Washington State will fest verbaute Akkus verbieten
Wenn sich der geplante Gesetzesentwurf des US-Abgeordneten Jeff Morris durchsetzt haben Firmen wie Apple ab 2019 zu kämpfen: Der Text fordert, Geräte mit fest verbauten Akkus die der Nutzer nicht ohne fremde Hilfe wechseln kann zu verbieten.
Der Redakteur Jason Koebler von Motherboard hat gestern Nachmittag mit Morris telefoniert. Das Gesetz soll es für jeden einfacher machen, sein Smartphone, Tablet oder die Smartwatch selber zu reparieren und defekte oder abgenutzte Bauteile wie Akkus oder eventuell auch Displays selbst auszutauschen. Das soll den Neukauf von Hardware vermeiden und auch geplante Obsoleszenz des Herstellers verhindern.
Setzt sich der Vorschlag durch wäre der Verkauf von vielen Smartphones und auch allen iPhones, iPads und Tablets anderer Hersteller mit fest verbautem Akku im Bundesstaat Washington verboten. Der Abgeordnete Morris schlägt sogar einen konkreten Termin vor: Laut dem Papier soll es der 1. Januar 2019 sein. Einen Auszug aus dem Gesetzesvorschlag könnt ihr in unserer Galerie oder bei Motherboard anschauen.
In den USA gibt es bereits in zwölf Bundestaaten ein Gesetz das den Hersteller dazu verpflichtet, genaue Informationen über die verbauten Teile zu veröffentlichen. Weitere 17 wollen sich in naher Zukunft anschließen. Mit dem ElektroG (Elektro- und Elektronikgerätegesetz) gibt es diese Regelung schon seit langer Zeit auch in Deutschland:
"Elektro- und Elektronikgeräte, die vollständig oder teilweise mit Batterien oder Akkumulatoren betrieben werden können, sind so zu gestalten, dass eine problemlose Entnehmbarkeit der Batterien und Akkumulatoren sichergestellt ist.“
Den Herstellern ist dieses Gesetz aber schlichtweg egal, sie können für Verstöße nicht rechtlich belangt werden - der Gesetzgeber hat vergessen dem ElektroG Sanktionsmaßnahmen hinzuzufügen.
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