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Wegen Chipmangel: Apple-Partner drosselt Produktion von iPhone-Displays

Aufgrund der anhaltenden Engpässe in der Halbleiterindustrie drosselt ein wichtiger Apple-Zulieferer nun die Produktion von iPhone-Displays. Insgesamt geht es um bis zu drei Millionen Komponenten, die Apple nicht wie bestellt erhalten wird.  

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AppTickerTeam
24.02.20223 Min. Lesezeit
Wegen Chipmangel: Apple-Partner drosselt Produktion von iPhone-Displays
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In den vergangenen Jahren hat sich Apple stets darum bemüht, die Abhängigkeit zu einzelnen Anbietern möglichst gering zu halten. Am Beispiel der Display-Komponente lässt sich dabei gut erkennen, dass Apple die Verantwortung auf eine größere Anzahl von Unternehmen verteilt, um im Falle von Lieferschwierigkeiten nicht nur von einem Zulieferer abhängig zu sein. 

Apple bezieht seine Panels dabei neben dem langjährigen Partner (und Konkurrenten) Samsung auch vom Hersteller LG und vom chinesischen Unternehmen BOE Technology. Letztgenanntes Unternehmen kündigte bereits vor einigen Wochen an, seine Kapazitäten erhöhen zu wollen, um unter den Zulieferern Apples eine wichtigere Rolle einzunehmen. Aktuell kämpft BOE jedoch mit den anhaltenden Lieferengpässen auf dem Halbleitermarkt, weshalb der Zulieferer seine Produktionskapazitäten von Displays massiv zurückfährt. 

Fehlende Treiber-ICs für OLED-Displays

BOE fertigt im Auftrag für Apple OLED-Panels, für die das chinesische Unternehmen Treiber-ICs vom südkoreanischen Hersteller LX Semicon bezieht. Der Halbleiterproduzent kämpft aktuell jedoch selbst mit stark ausgelasteten Produktionskapazitäten und einer gleichzeitig hohen Nachfrage nach entsprechenden Chips. 

The Elec berichtet nun, dass Semicon aktuell LG bevorzugt mit dringend benötigten Chips versorgt und BOE Technology aus diesem Grund nur eine geringere Menge als vereinbart zur Verfügung gestellt bekommt. Die Auswirkungen beim Display-Hersteller sind dadurch deutlich: Die Produktion von iPhone-Panels muss aufgrund der Liefersituation erheblich zurückgefahren werden. Im Raum stehen insgesamt zwischen zwei und drei Millionen weniger produzierten Displays. 

Das entspräche einer Minderproduktion von 10 bis 20 Prozent der von Apple für das erste Halbjahr in Auftrag gegebenen OLED-Panels. Das von BOE gesteckte Ziel, im Jahr 2022 rund 40 Millionen Displays für Apple zu produzieren, gerät dadurch in Gefahr. Experten rechnen damit, dass die Zahl der an Apple ausgelieferten Menge bei etwa 30 Millionen liegen wird. 

Sorge um Auswirkungen auf iPhone-Lieferzeiten

Ob und in welchem Ausmaß die aktuellen Produktionsausfälle von BOE Technology Auswirkungen auf die Lieferzeiten von iPhones in den kommenden Monaten haben wird, ist aktuell nicht bekannt. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass sich die Folgen für den Endverbraucher kaum bis gar nicht wahrnehmen lassen. BOE Technology ist trotz der eigenen Ansprüche aktuell der kleinste Display-Lieferant von Apple. 

Samsung dagegen ist für die Lieferung von rund 60 Prozent aller Panels für die Smartphones aus Cupertino verantwortlich, dahinter folgt erst noch LG. Gut möglich also, dass die südkoreanischen Unternehmen die Ausfälle von BOE ohne große Schwierigkeiten kompensieren können.

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