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AirPods-Kamera Code verrät Aufnahmemodi und Status-LED

Der AirPods-Kamera Code in macOS Tahoe 26.7 verrät zwei Aufnahmemodi, eine Status-LED und die Personenerkennung der künftigen Kamera-AirPods.
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AppTickerTeam
Vor 3 Std3 Min. Lesezeit
AirPods Pro 3 neben einem MacBook, dessen Bildschirm den macOS-Code für die Kamera-Funktion zeigt.
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Am 17. August hat Apple die Release Candidate von macOS Tahoe 26.7 verteilt, in der versehentlich Code-Referenzen auf ein künftiges Wearable stecken blieben. Ein MacRumors-Forum-Nutzer stieß dabei auf das versteckte Framework AccessorySensorManager, das die Sensordaten der AirPods verwaltet, sobald sie mit einem Mac verbunden sind.

Der Fund liefert einen selten konkreten Einblick in die geplante Funktionsweise, von der Bildaufnahme über die Bewegungsausgleichung bis zu den Privatsphäre-Mechanismen. Schon frühere Code-Funde in der iOS-Beta hatten auf ein Wearable mit Kameras hingewiesen; diesmal geht die Analyse deutlich in die Tiefe, auch wenn die finale Hardware noch nicht bestätigt ist.

Jeder Ohrhörer besitzt einen eigenen Kamera-Sensor, und beide liefern synchronisierte RGB-Farbbilder mit jeweils bis zu 1 Megapixel Auflösung. Passende Frame-IDs markieren, welche beiden Aufnahmen zusammengehören; daraus setzt das System eine stereoskopische Ansicht zusammen, die Visual Intelligence dieselbe Szene aus zwei Blickwinkeln beurteilen lässt.

Geschrieben werden die Bilder nicht in die Foto-App, sondern ausschließlich an die KI-Funktion übergeben. Statt Videoaufnahmen sieht der Code vor, dass mehrere Einzelbilder in einem fest einstellbaren Rhythmus erfasst werden. Ob zusätzlich Infrarotsensoren zum Einsatz kommen, bleibt unklar: Der Quelltext belegt nur die RGB-Farbkameras, schließt eine Ergänzung aber nicht aus.

Im Framework sind zwei Betriebsarten verdrahtet. Im aktiven Modus, der vermutlich per Siri vom Träger ausgelöst wird, erfasst jeder AirPod ein 640×640-Pixel-Bild, das anschließend zu einem 1024×1024-Ergebnis verarbeitet wird; die genaue Vergrößerungsmethode verrät der Quelltext nicht. Der passive Modus läuft dagegen im Hintergrund und schießt 320×320-Aufnahmen, die entweder unverändert bleiben oder zu 512×512-Pixeln kombiniert werden.

Als mögliche Auslöser für diesen Hintergrundmodus nennt der Code:

  • nahe Sprache des Trägers,
  • akustische Veränderungen in der Umgebung,
  • einen Haltungswechsel des Kopfes,
  • eine bewusste Kopfdrehung,
  • Bewegung außerhalb eines definierten Bereichs.

Ob jeder einzelne Auslöser tatsächlich eine Aufnahme auslöst, bleibt unklar. Zur Qualitätssicherung enthält das Framework Objektivverzerrungskorrektur, Dual-Kamerakalibrierung und eine Synchronisation zwischen Kamera und Bewegungssensor; Aufnahmen mit übermäßiger Bewegung oder verdeckter Sicht werden automatisch verworfen.

Ein zentraler Punkt für die Akzeptanz ist die Transparenz gegenüber Umstehenden. Im Code steckt ein Befehl, der einen Hardware-Indikator fernsteuert und dessen Helligkeit reguliert, was stark auf eine Status-LED hindeutet, die sichtbar macht, wann gerade aufgenommen wird.

Ergänzend spricht der Quelltext von „peripheral inference“, einer on-device Erkennung, die feststellt, ob eine Person im Bildausschnitt steht. Genau diese Personenerkennung hatten frühere Gerüchte als Schutzmechanismus gegen unbemerktes Fotografieren vermutet, und der Fund scheint diese Annahme nun zu bestätigen. Damit adressiert Apple die größte Sorge der Öffentlichkeit: dass ein Wearable mit Kamera ohne Wissen der Umgebung Bilder macht.

Die Referenzen in der macOS-Release-Candidate vom 17. August beziehen sich auf die interne Bezeichnung B790, eine Kamera-Version der AirPods Pro 3, die auch im geleakten Demo-Video gezeigt wurde. Laut Mark Gurman von Bloomberg hat Apple diese Variante jedoch bereits wieder verworfen und arbeitet stattdessen am Modell B798, das er für 2027 erwartet, möglicherweise zeitgleich mit dem Jubiläums-iPhone zum zwanzigjährigen Bestehen des Geräts.

Wie bereits gestern bestätigt wurde, steht das Erscheinungsbild der finalen Hardware noch nicht fest. Die heute gefundenen Code-Referenzen zeigen, wie das Produkt funktionieren könnte, garantieren aber keine der genannten Features für die fertige Version. Einen Überblick über beide Varianten bietet der Artikel zur 2027-Zeitleiste.

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