Alternative zu ARM: Apple sucht Ingenieure für RISC-V-Architektur
Apple setzt im iPhone und iPad schon lange auf ARM-Prozessoren. Aus einem Stellenangebot des Konzerns geht nun hervor, dass man künftig wohl auch Chips der offenen Befehlssatzarchitektur RISC-V entwickeln möchte.

Mit seinem M1-Prozessor ist Apple Ende letzten Jahres ein ganz großer Wurf gelungen. Nachdem man in Cupertino die Chips für den Mac seit vielen Jahren von Intel bezogen hat, gibt es jetzt MacBooks, den Mac mini und auch das iPad Pro auch auf Basis von "Apple Silicon", also mit CPUs aus Eigenentwicklung, die über ein vergleichsweise enormes Leistungspotenzial verfügen.
Diese nutzen jedoch alle die ARM-Architektur und haben eines gemein: Da die A-Chips und der M1 unter Lizenz von ARM Limited, dem Entwickler der ARM-Architektur, gefertigt werden, muss Apple für jedes Stück Silizium entsprechende Lizenzgebühren bezahlen. Bei der großen Anzahl an iPads, iPhones und Macs die aktuell verkauft werden, betragen die jährlichen Lizenzgebühren mehrere Millionen Dollar.
RISC-V soll Kosten senken
Eine Alternative zu ARM ist die RISC-V-Architektur. Diese ist offen bzw. nicht patentiert, allerdings auch nicht immer so leistungsfähig wie die Pendants von ARM. Rein theoretisch ist es aber grundsätzlich jedem erlaubt, RISC-V Mikroprozessoren zu entwickeln, herzustellen und zu verkaufen.
Wie man einer aktuellen Stellenanzeige von Apple entnehmen kann, ist man in Cupertino im Moment auf der Suche nach Ingenieuren für RISC-V-Prozessoren. Hardware mit dem Open-Source-Befehlssatz von RISC-V könnte Apples ARM-Portfolio zwar aus dem Stand nicht komplett ersetzen, aber in kluger Weise ergänzen. Chips, bei deren Einsatzzweck es nicht auf die Leistungsfähigkeit ankommt, könnte Apple im Lauf der Zeit mit RISC-V-CPUs tauschen und so einiges an Kosten einsparen.
Das Stellenangebot ist jedoch nur ein Hinweis darauf, dass Apple die Entwicklung eigener RISC-V-Prozessoren ins Auge fasst. Ob diese jemals den Weg zum Endkunden finden, bleibt abzuwarten.
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