Google goes ARM: Chromebook-Notebooks sollen Prozessoren aus Eigenentwicklung erhalten
Der M1-Chip von Apple bietet ein enorm gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf diesen Zug möchte jetzt Google aufspringen und für seine Chromebooks die Prozessoren künftig selber entwickeln.

Ende letzten Jahres hat Apple angekündigt, die Partnerschaft mit Intel als Lieferant von Prozessoren für den Mac zu beenden. Stattdessen setzt man in Cupertino nun auf Chips aus Eigenentwicklung. Sein Debüt feierte der M1 genannte Chip im aktuellen Mac mini, MacBook Pro und MacBook Air. "Apple Silicon" basiert auf der ARM-Technologie und übertrifft in Sachen Leistung vergleichbare Chips von Intel um ein Vielfaches.
Vom Erfolg des M1-Chips angefixt hat Google jetzt ebenfalls vor, die Prozessoren für seine Chromebooks selber zu entwickeln. Das berichtet Nikkei Asia und beruft sich dabei auf nicht näher genannte Quellen, die bei Google direkt mit dem Projekt vertraut sind.
Tensor statt Qualcomm
Der Meldung zufolge werden die ersten Chromebooks mit besagten CPUs jedoch nicht vor dem Jahr 2023 auf den Markt kommen. Anders sieht es bei den Pixel-Smartphones aus. Das Pixel 6 wird ohne einen Chip von Qualcomm erscheinen. Unter der Haube verrichtet hier ein Tensor-SoC seinen Dienst, an dem Google seit 2016 arbeitet. Ähnlich wie der A-Chip von Apple verfügt die Tensor-Einheit neben CPU-Kernen eine Grafikeinheit und wurde für maschinelles Lernen optimiert.
Ob Google mit seinem Tensor dem A-Prozessor das Wasser reichen kann, werden Benchmarks des Smartphones zeigen. Dann kann man grob auch die Leistungsfähigkeit der 2023er-Chromebooks einschätzen.
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