Apple warnt vor Risiken der EU-KI-Anforderungen an Google
Die EU will Google zwingen, KI-Firmen Zugang zu Android-Diensten zu gewähren. Apple kritisiert den Entwurf scharf und warnt vor massiven Gefahren für Datenschutz und Gerätesicherheit.

Die Europäische Union plant, Google zu verpflichten, Drittanbietern den Zugang zu Kernfunktionen von Android zu öffnen. Besonders betroffen wären KI-Unternehmen, die damit theoretisch E-Mails versenden oder Bestellungen aufgeben könnten – ohne dass Nutzer oder Google davon erfahren. Apple hat in einer Stellungnahme an die EU-Kommission deutlich gemacht, dass es diese Pläne ablehnt und sich Sorgen um die Sicherheit seiner eigenen Plattform macht.
Datenschutzrisiken durch KI-Zugriff
In einem an Reuters weitergeleiteten Schreiben bezeichnet Apple die Entwurfsmaßnahmen als dringend und schwerwiegend bedenklich. Die Technologiefirma warnt explizit vor Gefahren für den Datenschutz, die Gerätesicherheit und die Integrität der Hardware. Besonders problematisch sieht Apple den Umgang mit KI-Systemen, deren Fähigkeiten und Bedrohungsvektoren sich ständig ändern und schwer vorhersehbar sind.
Zweifel an EU-Technikkompetenz
Apple hinterfragt zudem die technische Expertise der EU-Kommission. In der Stellungnahme heißt es, die Kommission versuche, ein Betriebssystem umzustrukturieren und die Urteile von Googles Ingenieuren durch eigene zu ersetzen – und das auf Basis von weniger als drei Monaten Arbeit. Der einzige erkennbare Nutzen der Maßnahmen sei offener und unbeschränkter Zugang, kritisiert Apple.
DMA-Konsultation läuft bis Juli
Die öffentliche Konsultation zur Digital Markets Act-Laufzeit erstreckte sich vom 27. April bis zum 13. Mai 2026. Die EU-Kommission verspricht, die Eingaben sorgfältig zu prüfen und mögliche Anpassungen vorzunehmen. Die endgültige Entscheidung muss jedoch innerhalb von sechs Monaten nach Eröffnung des Verfahrens getroffen werden – das bedeutet einen Stichtag von 27. Juli 2026.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple nutzt Google-Gemini und Nvidia-Chips für Apple Intelligence
Apple Intelligence wird auf Google's Gemini-Modell basieren, das für lokale Geräte distilliert wird. Cloud-Anfragen laufen über Google Cloud mit Nvidia-Chips, geschützt durch Confidential Compute.

iOS 27: Apple öffnet AirPlay für Google Cast
Apple bereitet mit iOS 27 eine fundamentale Änderung vor: Das geschlossene Streaming-System AirPlay soll erstmals native Alternativen von Drittanbietern zulassen. Hintergrund ist der EU-Digital-Markets-Act, der Apple zur Plattformöffnung zwingt.

Googles erste Smart Glasses: KI-Brillen mit iPhone-Unterstützung im Herbst
Google kündigt seine ersten Smart Glasses an, die diesen Herbst auf den Markt kommen. Einzigartig: Die Brillen mit Gemini-KI funktionieren auch mit dem iPhone.

Google: Weniger Speicherplatz für neue Nutzer
Wer sich derzeit ein neues Konto bei Google bzw. Gmail anlegt, erhält deutlich weniger Speicherplatz. Verzichtet man auf die Angabe einer Telefonnummer, schrumpft der Speicher von 15 auf nur noch 5 GB.

iPhone 18 Pro: Apple Modem bringt Standortbegrenzung
Apple ersetzt in der iPhone 18-Serie die Qualcomm-Modems durch eigene C2-Chips. Ein Vorteil: Die Datenschutzfunktion zur Standortbegrenzung kommt damit auf die Pro-Modelle.

Anthropic bietet kostenlosen Claude-Code-Kurs an
Anthropic stellt den kostenlosen Lehrgang Claude Code in Action bereit. In 15 Lektionen lernen Entwickler den Umgang mit dem KI-Assistenten im Terminal.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.