Apple vs. Epic: Prozess vorbei, Urteil folgt jedoch erst später
Der Prozess zwischen Apple und Epic Games ist am vergangenen Freitag nach drei Wochen zu Ende gegangen. Bis zur Urteilsverkündung müssen sich alle Beteiligten jedoch noch gedulden.

Bevor der Prozess in Kalifornien losging, überschlugen sich bereits die Mitteilungen über veröffentlichte E-Mails und interne Betriebsinformationen. Nun sind die Verhandlungen nach drei Wochen vorbei und die Richterin zieht sich bis zur Urteilsverkündung zurück. Es wurden alle handelnden Personen beider Seiten sowie externe Sachverständiger angehört. Zuletzt wurde Apple CEO Tim Cook in den Zeugenstand geholt, der mit einer nicht ganz durchdachten Aussage (die Anti-Steering-Policy sorge für eine finanzielle Entschädigung geistigen Eigentums) einen Teil dazu beitrug, dass Richterin Yvonne Gonzalez Rogers bereits durchblicken ließ, einen Vergleich herbeizuführen.
Rogers könne sich einen Kompromiss vorstellen, bei dem Apple in Zukunft alternative Bezahlmethoden erlaube. So könnten Nutzer über die App auf eine Webadresse geleitet werden, um ihre Einkäufe zu tätigen. Bislang untersagt die Anti-Steering-Policy von Apple diese Praxis jedoch klar. Diese müsste dann dahingehend geändert werden.
Apples wichtigstes Ziel, der Erhalt des eigenen Ökosystems, wäre durch diesen Kompromiss zumindest erreicht. Epic forderte nämlich von Beginn an die Zulassung von App-Stores anderer Anbieter auf iOS. Dagegen wehrte sich Apple bis zuletzt vehement und argumentierte damit, dass Nutzer im Vorfeld die Wahl hätten, sie könnten sich schließlich bereits vorher für Android entscheiden.
Zum Glück für Apple, ließ sich Richterin Rogers von Epic's Forderungen und den dazugehörigen Begründungen jedoch nicht überzeugen, da diese eine zu krasse grundsätzliche Veränderung des seit Jahren bestehenden Systems bedingen würden. Rogers beendete den Prozess und verkündete, dass sie sich bis zur Urteilsverkündung zurückziehen werde. Bis eine Entscheidung getroffen wird, kann es somit noch mehrere Wochen dauern.
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