Comeback: Fortnite ab 2023 wieder auf iPhone und iPad verfügbar
Epic Games und Apple befinden sich nach wie vor im erbitterten Rechtsstreit. Trotzdem lässt der Chef des Spieleherstellers verlauten, dass Fortnite schon bald wieder auf iOS und iPadOS verfügbar sein wird.

Seit inzwischen mehr als zwei Jahren fristet das Spiel Fortnite von Epic Games den Status eines aus dem App Store verbannten Spieles. Über den Grund haben wir bereits häufiger an anderer Stelle berichtet: Epic schaltete im Spiel eine alternative Bezahltmethode frei, womit das Unternehmen eindeutig gegen die Regeln des App Stores verstoßen hat.
Demnach müssen sämtliche Transaktionen, auch bei In-App-Käufen, zwingend über das Bezahlsystem von Apple abgewickelt werden. Der Hintergrund, warum Apple in dieser Angelegenheit häufig sensibel, reagiert ist simpel. Apple kassiert eine Umsatzprovision in Höhe 30 Prozent. Sollte das Unternehmen einen Umsatz von weniger als einer Million Dollar im App Store generieren, sinkt die Abgabe immerhin auf 15 Prozent.
Es kam wie erwartet und Apple schmiss Fortnite kurzerhand aus dem App Store. Epic reagierte mit einer Klage und warf Apple vor, unlauteren Wettbewerb zu führen und seine marktbeherrschende Stellung auszunutzen. Seit Beginn des Rechtsstreits befindet sich das Entwicklerkonto von Epic im gesperrten Modus. Nun kündigt Tim Sweeney, CEO des Spieleherstellers, eine überraschende Wendung in dem Fall an.
Alternative App Stores auf iOS und iPadOS
Wie Sweeney auf Twitter verkündete, soll Fortnite ab 2023 wieder auf iOS vertreten sein. Wie der Manager zu dieser Einschätzung kommt, ist jedoch nicht überliefert. Dass Apple Epics Entwicklerkonto wieder freigegeben hat, gilt als unwahrscheinlich. Und auch der anhaltende Rechtsstreit wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in Kürze beigelegt sein.
Es wird eher vermutet, dass Tim Sweeney auf ein neues Gesetz der EU anspielt. Demnach könnte Epic Games seinen Spieleklassiker Fortnite über einen eigenen App Store auf iPhones und iPads anbieten.
Die bislang anfallenden Umsatzbeteiligungen würden auf diesem Weg entfallen. Im Vorfeld wurde bereits spekuliert, dass sich Apple den neuen Bestimmungen unterordnet und an einer technischen Umsetzung mit alternativen App Stores arbeitet.
Fraglich ist jedoch, ob sich die Öffnung nur auf Geräte bezieht, die innerhalb der EU verkauft wurden oder ob Apple weltweit Tür und Tor für weitere digitale Verkaufsläden öffnet. Mit heutigem Stand wäre eine Begrenzung auf das Einzugsgebiet der Europäischen Union ausreichend.
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