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Das Aus für vorinstallierte Apps in Russland: Vladimir Putin unterzeichnet entsprechenden Gesetzesvorschlag

Ende November haben wir berichtet, dass es in Russland künftig verboten werden könnte, Smartphones mit vorinstallierten Apps in den Handel zu bringen. Der russische Präsident Vladimir Putin hat den Gesetzesvorschlag der Duma nun unterzeichnet.

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AppTickerTeam
04.12.20192 Min. Lesezeit
Das Aus für vorinstallierte Apps in Russland: Vladimir Putin unterzeichnet entsprechenden Gesetzesvorschlag
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Die russische Regierung möchte verhindern, dass Hersteller von Geräten, die mit einem Betriebssystem ausgeliefert werden, vorinstallierte Apps mitbringen. Einerseits gibt Russland vor, heimische Entwickler könnten dann besser mit Technologieunternehmen aus dem Ausland konkurrieren. Auf der anderen Seite sollen vorinstallierte russische Apps den Käufern den Umgang mit den Geräten erleichtern.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hat der russische Präsident Vladimir Putin am Montag den entsprechenden Gesetzesvorschlag unterzeichnet. Zuvor hatte bereits die Duma über das neue Gesetz abgestimmt. Ab dem 1. Juli 2020 sind Hersteller von Smartphones, Tablets, Computern, Smartwatches oder Smart TVs nun verpflichtet, auf vorinstallierte Apps bei ihren Geräten zu verzichten.

Wie russische Medien berichten, kam es nach der Unterzeichnung des Gesetzes zu einem Aufschrei bei den Elektronikhändlern. Die Forderung der Regierung sei demnach nicht mit den Händlern vor Ort abgestimmt worden - man befürchtet große Umsatzeinbußen.

Noch keine Reaktion der Hersteller

Im Moment gibt es von den betroffenen Herstellern noch keine offiziellen Statements. Reuters bestätigte die Meldungen aus November, dass die russische Regierung ab Juli nächsten Jahres Listen mit Anwendungen veröffentlichen werde, die auf Geräten, die in Russland zum Verkauf angeboten werden, installiert werden müssen.

Schon im Vorfeld der Abstimmung durch die Duma haben in Russland ansässige Vertreter von Apple unter vorgehaltener Hand angekündigt, im Fall der Unterzeichnung durch den Präsidenten keine Apple-Hardware mehr zu verkaufen. Apple würde sich lieber vom russischen Markt zurückziehen, als tief greifende Funktionen von iOS, macOS, iPadOS, tvOS oder watchOS für die dort ansässigen Entwickler freizugeben.

Das Gesetz sieht für Unternehmen, die sich nicht an die neue Regelung halten, vor, diese mit Strafzahlungen in Höhe von 200.000 Rubel (ca. 2.800 Euro) zu belegen. Fällt ein Hersteller durch wiederholte Verstöße negativ auf, kann die russische Regierung ein Verkaufsverbot für die entsprechenden Geräte verhängen.

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