Facebook verschmilzt bald die Instagram- und Messenger-Chats
Eine komplett neue Weise, auf Instagram Nachrichten zu verschicken? Bald ist es soweit, denn Messenger wird zurzeit mit Instagram verknüpft - und falls den Prophezeiungen des letzten Jahres zu glauben ist, könnte danach auch WhatsApp folgen.

Bereits letztes Jahr hat sich das Gerücht allmählich verbreitet, dass Facebook plant, sowohl WhatsApp, Instagram als auch Messenger in einen Service zu integrieren - so würde jeder Nutzer von auch nur einem dieser Services automatisch und indirekt Teil der anderen Services sein. Inwiefern diese doch recht unterschiedlichen Dienste miteinander fusioniert werden würden, war bislang unerklärt und nichts weiter als eine vage Richtung für die Zukunft. Ebenfalls äußerten sich in Vornherein Entwickler von WhatsApp über die Unsicherheiten dieser Aktion aus, da die End-zu-End Verschlüsselung von Chats und Anrufen auf WhatsApp möglicherweise durch die Fusion beeinträchtigt oder zumindest weitaus schwieriger gemacht werden würde. Dies wäre nicht nur für die Entwickler, sondern auch für den Endnutzer ein ausschlaggebender Punkt gegen eine solche Fusion. Dies liegt jetzt nun ein Jahr zurück, und mit dem letzten Update für Instagram nimmt die Idee endlich Form an, denn ab sofort können interessierte Nutzer ihren Account für einen Link zum Facebook Messenger registrieren lassen.
Ambitionierte Pläne, fragwürdige Umsetzung
Mit dem neuen Update werden Nutzer über ein Pop-Up auf 'eine neue Form des Sendens von Nachrichten auf Instagram' informiert, welches sowohl das Instagram- und Messenger-Icon anzeigt. Die Vorteile der Fusion sind hierbei die geteilten Funktionen von beiden Chat-Services - während Nutzer wie gewohnt so Instagram-Content mit Kontakten teilen können, kann der Chat nun dank Messenger ebenfalls mit Farben und Motiven verschönert werden oder über die Swipe-Funktion schneller mit einzelnen Kontakten interagieren. Interessanterweise können Instagram-Accounts aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mit Messenger-Kontakten interagieren, selbst wenn der Account für die Chat-Fusion registriert ist. Die Integration scheint allerdings nur eine Frage der Zeit zu sein und könnte schon in ein paar Tagen live gehen.
Die Registrierung ist bislang völlig optional und nur ein Angebot an den Nutzer, um von mehr Funktionen Gebrauch machen zu können. Mindestens zwei große Fragen stehen jedoch immer noch im Raum: auf der einen Hand, wie weit Facebook diese Optionalität aufrechthalten wird. Es ist durchaus vorstellbar, dass die Integration permanent werden könnte und alle Chats über einen verbindenden Service laufen würden - dies würde definitiv eine Weile lang brauchen, auch um die Nutzer auf diesen Wechsel vorzubereiten, aber würde als logischer nächster Schritt anstehen. Auf der anderen Hand bleibt die Frage, wann WhatsApp in die Chat-Fusion interagiert werden wird. Wie bereits genannt gibt es bei dieser Integration verschlüsslungstechnische Probleme, allerdings auch ein recht simples, dennoch großes: WhatsApp ist praktisch 'nur' ein Chat-Service. Es gibt zwar andere Funktionen wie Statusupdates und Anrufe, die allerdings durch Instagram und Messenger komplett ersetzt werden könnten. Daher könnte die Integration von WhatsApp im schlimmsten Fall einen kompletten Ersatz der App bedeuten - oder andersrum: WhatsApp ersetzt als Chat-Plattform die Nachrichten auf Instagram und Messenger. In jedem Fall ist die Integration noch schwammig und zeitlich unersichtlich; eine große Veränderung steht jedoch allemal bevor.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

EU warnt Meta vor 12,5-Milliarden-Geldstrafe wegen suchtfördernder App-Designs
Die Europäische Kommission wirft Meta vor, Facebook und Instagram durch Endlosscrollen und Autoplay bewusst süchtig machend zu gestalten. Bei einem Verstoß gegen den Digital Services Act droht eine Rekordbuße.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.