Gegen Fake News: Microsoft Edge warnt Nutzer vor falschen Pressemeldungen
Microsoft hat seinen Edge-Browser für iOS um eine neue Funktion erweitert: Wer den Browser auf die Version 42.9.4 aktualisiert kann zukünftig entscheiden, ob eine Warnung erfolgen soll, wenn man sich auf Nachrichten-Webseiten bewegt bei denen Falschmeldungen kursieren.

Bei sogenannten Fake News handelt es sich um augenscheinlich echte Meldungen, die allerdings einen manipulativen Hintergrund haben. Während Fake News in den großen Redaktionen weniger bis gar keine Verbreitung finden (den Fall Claas Relotius jetzt einmal ausgenommen), stolpert man allerdings in sozialen Medien dafür umso öfter über gefälschte Nachrichten.
Im Netz gibt es diverse Institutionen und Firmen, die sich gegen die Verbreitung von Fake News einsetzen. So bietet zum Beispiel die Firma NewsGuard Technologies, Inc. den eigenen Dienst "NewsGuard" an. Für NewsGuard arbeiten nach eigenen Angaben mehrere erfahrene Journalisten, die die täglichen Meldungen im Netz auf ihre Glaubwürdigkeit bewerten.
In die iOS-Variante des Edge-Browsers hat Microsoft jetzt das NewsGuard-Plug-In integriert. In den Einstellungen kann man nach dem Update auf Version 42.9.4 als Nutzer künftig entscheiden, ob mit Edge besuchte Webseiten auf Fake News hin untersucht werden sollen. NewsGuard beobachtet allerdings zum großen Teil den amerikanischen Newsmarkt, sodass deutsche Webseiten im Moment noch weniger Beachtung finden.




Der Schutz kann in den Einstellungen von Edge aktiviert werden. Beim iPhone tippt man dazu in der rechten unteren Ecke des Bildschirms auf die drei Punkte und wählt dann die "Einstellungen". Am iPad findet man die drei Punkte rechts neben der Adressleiste. Als nächstes wählt man den Punkt "Bewertung von Nachrichten" und tippt auf den Button "Bewertung in Adressleiste anzeigen".
Nach dem Aktivieren der Funktion wird in der Adressleiste links neben der URL das NewsGuard-Symbol eingeblendet. Bei Webseiten, die von NewsGuard als seriös eingestuft werden, bleibt das Symbol leer und man sieht nur den Umriss. Man hat dann die Möglichkeit, die besuchte Webseite an NewsGuard zur Überprüfung zu melden.
Webseiten, die von NewsGuard als kritisch eingestuft werden, zeigen ein anderes Symbol: Es füllt sich rot und zeigt ein Ausrufezeichen. In einem PopUp-Fenster wird dann kurz erklärt, warum die Seite als unseriös eingestuft wird. Für unsern Test haben wir u. a. den umstrittenen Webauftritt von Alex Jones besucht: NewsGuard warnt bei infowars.com zum Beispiel davor, dass das Portal sich nicht an die journalistischen Standards bei der Recherche hält. Über einen Button wird man auf die Webseite von NewsGuard weitergeleitet, wo die Warnung dann ausführlich begründet wird.





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