iOS 14 und macOS Big Sur erweitern Unterstützung des APFS Formats
Das Netz an Verbindungen zwischen den eigenen Geräten, welches Apple schon seit Jahren schafft, wird immer kompakter. Und mit den neuesten Versionen der Betriebssysteme kommen ein paar Extras, welche die Verbindung noch besser gestalten.

Eine Neuerung die bei der Keynote der vergangenen Worldwide Developers Conference nicht direkt zur Sprache kam, ist die erweiterte Funktionalität des APFS Dateiformats - sowohl für macOS Big Sur als auch für iOS und iPadOS 14. Dazu gehören konkret zwei Punkte: einerseits die Erkennung und Zugriff auf verschlüsselte Festplatten für iOS und iPadOS in jenem Dateiformat, und andererseits die neue Unterstützung von APFS-formatierten Festplatten für Time Machine, dem nativen Backup-Programm von macOS. Beide dieser Features sind bereits in der Beta der neuen Versionen vorhanden, könnten aber bis zum Release noch erweitert werden.
Bislang war es für iPhone und iPad noch nicht möglich, auf verschlüsselte Festplatten zuzugreifen. Genaues Dateimanagement war unter anderem dadurch sehr viel schwieriger im Gegensatz zum Mac, aber das in 2017 selbst erschaffene Apple File System Format kann nun Festplatten verschlüsseln und trotzdem von den mobileren Apple Geräten erkannt werden. Wie mit jeder herkömmlichen Festplatte muss der Nutzer dazu nur nach der Verbindung über USB-C oder Lightning das Passwort der Platte eingeben und schon kann jener auf die lokalen Dateien zugreifen. Wichtig dabei im Kopf zu behalten ist aber, dass bislang wirklich nur APFS-Festplatten angewählt werden können - alle anderen Formate bleiben unantastbar.
Auf der anderen Seite ist es für den Heimcomputer nun ebenfalls möglich, Time Machine auf Festplatten im APFS-Format anzuwenden. Das eingebaute Backup-Feature von Mac kann eine ausgewählte Festplatte entweder manuell oder in bestimmten Zeitabständen auf den Mac replizieren und, falls gewünscht, eine beschädigte Festplatte mit dem Backup wieder erneuern. Eigenartigerweise konnte Time Machine jedoch bislang nur das HFS+-Format benutzen, obwohl das eigene Format von Apple theoretisch am besten dafür geeignet war - Time Machine kam sogar mit der Funktion, die Festplatte auf HFS+ zu formatieren um genutzt werden zu können. Mit macOS Big Sur kommt jedoch endlich Unterstützung der App für APFS, und die Apple Geräte kommen so ein großes Stück näher um auch physisch komplett miteinender verlinkt zu sein.
Das APFS-Dateiformat ist mit knapp drei Jahren an Lebenszeit noch recht jung, daher kann besonders mit den neuen Funktionen darauf gesetzt werden dass jenes auch in Zukunft noch erweitert wird - besonders in Hinblick auf die bald geteilte Infrastruktur zwischen allen Apple Geräten. Die offiziellen Versionen der jeweiligen Betriebssysteme werden ab Herbst erwartet, für alle Nutzer verfügbar zu werden.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus iOS.

Apple gibt Vision Pro auf: Team aufgelöst, Fokus auf Smart Glasses
Apple hat die Vision-Pro-Produktlinie faktisch aufgegeben. Das spezialisierte Team wurde aufgelöst und die Mitarbeiter auf andere Bereiche verteilt — stattdessen setzt das Unternehmen auf kompakte Smart Glasses mit KI-Funktionen.

Apple patentiert einheitliche Schutzschicht für Unterwasser-Fotografie
Apple hat ein Patent für eine innovative Unterwasser-Fotografie-Technologie erhalten, das Dome-Ports durch eine einzelne, einheitliche Schutzschicht ersetzen soll. Die Lösung könnte in einem iPhone-Case untergebracht werden.

Apple entwickelt automatischen Diebstahlschutz für das iPhone
Apple arbeitet an einer neuen Sicherheitsfunktion, die das iPhone automatisch sperrt, sobald das System erkennt, dass es jemandem aus der Hand gerissen wurde. Die Erkennung stützt sich auf Beschleunigungssensoren und die Distanz zur gekoppelten Apple Watch.

iPhone 18 Pro: Die wichtigsten Features im Überblick
Apple bringt im September das iPhone 18 Pro mit einer Reihe neuer Features. Von einem 2nm-Chip über eine kleinere Dynamic Island bis hin zu Satellit-5G – ein Überblick über die gerüchteten Innovationen.

Apple veröffentlicht Betas für iOS, watchOS, tvOS und visionOS 26.6
Apple hat parallel die ersten Developer-Betas für iOS 26.6, iPadOS 26.6, watchOS 26.6, tvOS 26.6 und visionOS 26.6 freigegeben. Zwei Wochen nach der 26.5-Version dienen die Updates primär der Stabilität und Bugfixes.

MacBook Ultra: Apples neues Top-Notebook mit OLED, Touch und 2nm-Chips
Apple plant ein MacBook Ultra als neue Top-Kategorie oberhalb der MacBook Pro-Modelle — mit OLED-Touchscreen, Dynamic Island und M6-Chips.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.