iOS 15: Führerschein und Ausweis frühestens 2022 in der Apple Wallet

Bereits jetzt lassen sich Boardingtickets, Mitgliedsausweise oder Kreditkarten bequem in digitaler Form auf dem iPhone hinterlegen. In der Wallet-App werden alle wichtigen Karten des Nutzers gespeichert, sodass er diese zu Hause lassen kann und das Portemonnaie nicht aus allen Nähten platzt.
Die im Sommer angekündigte Ertüchtigung der Wallet-App auf Führerscheine und Ausweise wird im Zeitplan nach hinten versetzt, sodass mit einer offiziellen Einführung vor 2022 nicht mehr gerechnet werden kann.
Im September hat Apple diesbezüglich verkündet, in ausgewählten Bundesstaaten den Anfang zu machen und den Ausweis in digitaler Form auf das Smartphone zu bringen. Dazu zählen Arizona, Connecticut, Georgia, Iowa, Kentucky, Maryland, Oklahoma und Utah. Dabei sollte der digitale Ausweis zuerst nur an ausgewählten Kontrollstellen (z. B. an Flughäfen) zum Einsatz kommen.
Einführung wird verschoben
Im Sommer ging Apple mit einem Zeitplan an die Öffentlichkeit, der die Unterstützung von Ausweisen und Führerscheinen in der Wallet für Ende 2021 vorgesehen hat. Auf der nun aktualisierten Produktseite lässt sich entnehmen, dass die Einführung auf "Anfang 2022" verschoben wurde.
Wer die bislang veröffentlichten Beta-Versionen von iOS 15.2 verfolgt hat, dürfte dahingehend wenig überrascht sein. Von einer Erweiterung der Wallet war bislang nichts zu sehen. Somit können wir uns darauf einstellen, dass der Ausweis frühestens mit iOS 15.3 auf dem iPhone zu finden sein wird.
Wie die Pläne für Europa und speziell Deutschland aussehen, ist bisher nicht bekannt. Sofern die Pilotprojekte in den ausgewählten US-Bundesstaaten erfolgreich verlaufen, wird die Erweiterung höchstwahrscheinlich zuerst in den USA vorgenommen.
Datenschutztechnische Hürden
An ein offizielles Ausweisdokument werden höhere Sicherheits- und Datenschutzanforderungen gestellt als an herkömmliche Kunden- oder Rabattkarten. Die Vorgaben an die technische Infrastruktur werden in enger Abstimmung mit den interessierten Staaten erarbeitet und umgesetzt, sodass ein Missbrauch sensibler Daten ausgeschlossen werden kann.
Dazu zählt die Verschlüsselung von Daten, die nur mittels biometrischer Authentifizierung freigegeben werden. Apple selbst erhält keine Informationen, welche Daten der Nutzer auf seinem iPhone speichert und wie oft bzw. wo diese zum Einsatz kommen.
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