Kuo sagt, dass Linsen des iPhone 12 bei Tests brechen - Hersteller verneint dies
Kommen neue Probleme auf die Produktion des iPhone 12 zu? Laut Apple-Analyst Kuo stellen die Linsen der günstigeren Modelle den Übeltäter dar - laut dem eigentlichen Hersteller gibt es kein Problem.

Die Produktionskette des iPhone 12 ist die mit Problemen geplagteste Kette, die Apple seit einiger Zeit leiten musste. Nicht zuletzt hängt dies stark mit dem globalen Ausbruch der Pandemie zusammen, welcher besonders Anfang des Jahres für sowohl präventive als auch bitter nötige Ausfälle in Unternehmen wie Foxconn sorgte. Während sich die Kette zwar vergleichsweise schnell erholen konnte, bedeutet das jedoch nicht dass alle Hersteller und Assembler unter Apples Fittiche einen reibungslosen Produktionsprozess vorweisen können. Laut Analyst Ming-Chi Kuo, seines Zeichens renommierter Leaker und Mitarbeiter von KGI Securities, sollen speziell die Linsen der iPhone 12 Kamera bei Tests Probleme aufweisen - vor dieser Position verteidigt sich jedoch der Hersteller der Linsen selber.
Beschichtungen geben bei hoher Hitze nach
Die iPhone 12 Reihe soll Berichten zufolge vier verschiedene Modelle in verschiedenen Größen und technischen Spezifizierungen mit sich bringen. Der größte Unterschied zwischen den Modellen soll hierbei die Verkleidung sein, und ganze zwei Pro-Versionen sollen mit OLED-Panels ausgestattet werden - über 5G sollen laut Quellen sogar alle Geräte verfügen. Das etwaige Linsen-Problem soll sich laut Kuo aber auf die Nicht-Pro Versionen beschränken. So erklärt der Insider, dass die Beschichtungen der Linsen bei Tests mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufbrechen würden, was ein großes Problem vor allem für tropischere Gebiete der Welt darstellen würde. Trotzdem soll dieser Vorfall den Launch nicht noch weiter verlangsamen, als jener ohnehin schon worden ist - die gebrochenen Linsen stammen vom Hersteller Yujingguang, während alternative Linsen vom Hersteller Largan den selben Test bestanden. Die Largan-Linsen könnten daher als Ersatz eingeführt werden, um die Problematik aus der Welt zu schaffen - besonders mit der bereits bestätigten Verzögerung, die die Modelle mit sich tragen werden, sollte dies keine allzu kritische Situation darstellen.
Als Antwort auf die Behauptungen von Kuo meldete sich der Hersteller Yujingguang selber beim Technik-Outlet Digitimes. Jener ließ direkt verkünden, dass "[die] Smartphone-genutzten Linsenmodule [...] ihre Produktion beibehalten, welche weiterhin ohne Probleme läuft" und dass die "Nachfrage von Unternehmens-Klienten im normalen Bereich liegt". Während Kuo dies nicht selber glaubt, scheint er mit der Vorhersage der Nachfrage übereinzustimmen. Das naheliegendste Szenario ist hierbei, dass Apple zwar nicht freudig auf die Testergebnisse reagieren wird, die Produktion allerdings nicht einstellen wird nachdem Yujingguang das Problem behebt und die Linsen zu einem etwas günstigeren Preis als Entschädigung anbietet.
Es dauert nicht mehr lange bis die Modelle bei einer traditionell im September gehaltenen Keynote vorgestellt werden - daher können besonders in der Zeit bis dahin massenweise weiterer Leaks und Behauptungen erwartet werden.
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