MacBook Ultra: Samsung als einziger Display-Lieferant verteuert das Gerät

Das MacBook Ultra wird zu den teuersten Notebooks zählen, die Apple je auf den Markt gebracht hat. Neben dem ambitionierten neuen Design und höheren Preisen für Arbeitsspeicher und Festplatten kommt nun ein weiterer Kostentreiber hinzu. Apple verzichtet bei der Display-Beschaffung bewusst auf die übliche Strategie, mehrere Zulieferer parallel einzubinden. Stattdessen vertraut das Unternehmen vollständig auf einen einzigen Partner, was die Preise für die Bildschirme nach oben drücken dürfte.
Samsung als alleiniger Lieferant
Apple bricht mit der gewohnten Praxis der Lieferanten-Diversifizierung und beauftragt Samsung Display exklusiv mit der Fertigung der hochkomplexen OLED-Touch-Panels. Diese Bildschirme vereinen zwei anspruchsvolle Technologien in einem einzigen Bauteil: Tandem-OLED-Panel-Struktur kombiniert mit einer Touchscreen-Funktion für die große Laptop-Bauform. Diese technische Symbiose stellt eine enorme Hürde dar, die bisher nur sehr wenige Hersteller in der erforderlichen Qualität bewältigen können. Der chinesische Anbieter BOE scheidet als Alternative aus, da das Unternehmen ausschließlich günstigere Geräte beliefert und über die nötige Expertise für Premium-OLED-Displays dieser Komplexität nicht verfügt.
LG scheitert an der Skalierung
Ursprünglich hatte Apple gehofft, LG Display als zweiten Lieferanten in die Lieferkette zu integrieren. Das südkoreanische Unternehmen scheiterte jedoch an den geforderten Produktionsmengen für die Massenfertigung. LG prüfte den Einsatz seiner bestehenden Produktionslinie der sechsten Generation, die zwar grundsätzlich OLED-Laptop-Displays herstellen kann, dabei aber deutlich weniger effizient arbeitet. Samsung reagierte mit einer modernen Produktionsanlage der achten Generation und sechs Zehntel, die großformatige Substrate für die Displays wesentlich produktiver verarbeitet. Angesichts des zu erwartenden geringen Anfangsvolumens entschied Apple schließlich gegen den logistischen Aufwand, zwei Zulieferer parallel zu koordinieren.
Preisaufschlag für Kunden wahrscheinlich
Als alleiniger Lieferer genießt Samsung nun eine dominante Verhandlungsposition gegenüber Apple. Ohne einen zweiten Zulieferer als Preisdämpfer dürften die Einkaufspreise für die Bildschirme deutlich steigen. Apple hat in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, dass es erhöhte Herstellkosten direkt an die Endkunden weiterreicht. Neben dem neuen Design und den gestiegenen Speicherkosten drohen nun auch die Display-Kosten, die Kaufpreise merklich anzuheben. Eine Entspannung der Kostensituation ist mittelfristig nicht absehbar, da LG voraussichtlich erst ab 2029 wieder in der Lage sein wird, Displays für Apples Flaggschiff-MacBooks zu liefern.
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