Micro-LED im iPhone? Foxconn baut Betriebsstätten aus

Seit dem iPhone X setzt Apple nicht mehr auf LCD-Bildschirme, sondern verbaut Displays mit der qualitativ hochwertigeren OLED-Technologie. OLEDs kommen auch in der Apple Watch sowie dem iPhone XS und XS Max zum Einsatz. Mit dem Micro-LED steht bereits der Nachfolger der organischen Leuchtdiode in den Startlöchern.
Micro-LEDs arbeiten mit der gleichen Technik wie OLED-Displays und bieten im Vergleich zu einem LCD einen deutlich höheren Kontrast und einen niedrigeren Schwarzwert. Im Gegensatz zu einem OLED gibt es bei einem Micro-LED-Bildschirm aber keinen Einbrenneffekt, eine höhere Lebensdauer und mehr Helligkeit, die noch dazu während des Betriebs nicht abnimmt. Micro-LEDs sind dazu noch günstiger in der Herstellung, allerdings nur wenn die Ausbeute stimmt. Im Moment ist das noch nicht der Fall, Displays mit Micro-LED-Technologie kosten aktuell bis zu 600 Prozent mehr als OLEDs der gleichen Größe.
Dieser Umstand könnte sich jedoch in naher Zukunft ändern: Wie DigiTimes gestern berichtete, investiert der Apple-Zulieferer Foxconn derzeit viel Geld in den Ausbau seiner Produktionsstätten, in welchen Displays auf Basis von Micro-LED hergestellt werden. In Bezug auf einen Bericht, der auf der chinesischen Plattform Economic Daily News veröffentlicht wurde spricht DigiTimes davon, dass sich Foxconn mit der Investition in die Produktion von Micro-LEDs zukünftige Aufträge von Apple sichern möchte. Anscheinend ist nach der Umstrukturierung die rentable Produktion von iPhone-Displays mit dem OLED-Nachfolger gewährleistet.
Wir können also davon ausgehen, dass die iPhones im nächsten oder übernächsten Jahr über die neuen Displays verfügen werden. Neben Foxconn arbeitet Apple selbst schon seit längerer Zeit an Micro-LEDs aus Eigenentwicklung. Laut einer Bloombergmeldung aus März letzten Jahres reichen die Kapazitäten in Cupertino allerdings nur für die Bestückung von kleineren Displays bei der Apple Watch.
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