Paukenschlag bei Meta: 11.000 Angestellte verlieren ihren Job
Die Gerüchte der vergangenen Tage sind nun offiziell bestätigt. Insgesamt 11.000 Mitarbeiter von Meta müssen ihren Hut nehmen und verlieren ihren Job.

Lange Zeit machte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das Unternehmen Apple für Umsatzeinbrüche in Milliardenhöhe verantwortlich. Mit iOS 14.5 gab der iPhone-Konzern die Kontrolle über Datentracking in die Hände der Nutzer, was für sämtliche sozialen Dienste von Meta sinkende Werbeeinnahmen zur Folge hatte.
Die Quartalsergebnisse der vergangenen Monate zeigen jedoch auch ganz deutlich, dass Meta zuletzt an vielen Baustellen mit Problemen zu kämpfen hatte und mitten in einer tiefen Krise steckt. Der Aktienkurs des Unternehmens sank innerhalb eines Jahres von knapp 300 Euro auf inzwischen nur noch knapp 100 Euro.
13 Prozent aller Mitarbeiter werden gekündigt
Die Leidtragenden der jüngsten Entwicklung sind inzwischen die Mitarbeiter. Insgesamt 11.000 der weltweit rund 87.000 Angestellten verlieren in Kürze ihren Job. Somit streicht die Muttergesellschaft von Facebook einen historischen Höchstwert an Stellen - ganze 13 Prozent.
In einem Schreiben an die Mitarbeiter begründet Firmenchef Mark Zuckerberg die Entscheidung mit Umstrukturierungsmaßnahmen, die im Ergebnis für eine deutliche Kostensenkung sorgen sollen.
Neben Ausgabenkürzungen wird auch der vor einigen Monaten verhängte Einstellungsstopp bis mindestens Ende März 2023 verlängert. Auf die restliche Belegschaft dürften mitunter schwierige Zeiten zukommen.
US-Mitarbeiter erhalten Abfindung von vier Monatsgehältern
Inzwischen steht auch schon fest, inwieweit die aussortierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entschädigt werden sollen. In den USA erhalten alle Betroffenen eine Abfindung in Höhe von mindestens vier Monatsgehältern. Dazu übernimmt Meta die Krankenversicherungskosten für insgesamt sechs Monate nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis.
Wie die Modalitäten in anderen Ländern der Welt ausgestaltet werden, ist indes nicht bekannt. Hier sollen ehemalige Angestellte jedoch in Abhängigkeit der jeweiligen Gesetzeslage eine ähnliche Zuwendung erhalten. Auf nähere Details geht Zuckerberg in dem Schreiben jedoch nicht ein.
Zuckerberg bleibt CEO
Mark Zuckerberg nimmt in dem Schreiben einen großen Teil der Schuld an der finanziellen Schieflage des Unternehmens auf sein Konto - auch wenn es den betroffenen Angestellten nicht weiterhelfen dürfte.
Man habe sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in Bezug auf notwendige Investitionen deutlich verkalkuliert, so Zuckerberg. Irrtümlicherweise ging die gesamte Branche von einem länger anhaltenden Aufschwung in Sachen E-Commerce aus.
Da die Prognosen so nicht eingetreten sind und zeitgleich ein erhöhter Wettbewerb auf dem Werbemarkt stattfindet, laufe das gesamte Geschäft schlechter als ursprünglich gedacht.
Der Firmengründer übernimmt laut eigener Aussage die Verantwortung für die erfolgten Fehleinschätzungen. Dennoch wird Zuckerberg nicht von der Meta-Spitze weichen und das Unternehmen auch in Zukunft als CEO führen.
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